Nach Informationen der Polizei ist das Feuer in dem ehemaligen Tennis- und Squash-Center in Meßstetten am Dienstagabend um zirka 19.50 Uhr ausgebrochen. Verletzt wurde bei dem Brand ersten Informationen zufolge niemand.

Offenbar war in der Halle seit längerem eine Firma für Tierfutter untergebracht. In der Halle lagerten auch Spraydosen in nicht unerheblicher Menge.

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Das Gebäude liegt in unmittelbarer Nähe des Gymnasiums und der Realschule Meßstetten und der Heuberghalle.

Personen wurden nach derzeitigen Kenntnisstand keine verletzt

Dichter Rauch, orange-rot erleuchtet durch die riesigen Flammen war trotz der tiefschwarzen Nacht aus allen Himmelsrichtungen zu sehen und auch zu riechen.

Fast 140 Einsatzkräfte der Feuerwehr Meßstetten mit allen Abteilungen, unterstützt durch die Feuerwehr aus Albstadt, kämpften im eiskalten Schneegestöber stundenlang gegen das Feuer an.

Photovoltaikanlage löst wohl Brand aus

Dass die Lagerhalle selbst, die im laut knisternden Vollbrand stand, dabei nicht mehr zu retten war, wurde auch den zahlreichen Schaulustigen rund um die Einsatzstelle recht schnell klar.

Ersten Erkenntnissen zufolge hat die Photovoltaikanlage auf dem Dach der ehemaligen Tennis-/Squashhalle den Brand ausgelöst.

Nach dem Eintreffen im Lautlinger Weg musste sich die Feuerwehr zuerst um benachbarte Aussiedlerhöfe an beiden Seiten der Halle kümmern.

Benachbartes Haus wird in Mitleidenschaft gezogen

An jenem in Richtung Wasserturm waren bereits Rollläden geschmolzen und Fenster zerborsten. Einsatzkräfte evakuierten alle umliegenden Gebäude, brachten einen älteren Mann in Sicherheit, berichtet Einsatzleiter Ralf Smolle von der Meßstetter Feuerwehr. Die Einsatzkräfte bespritzten die Fassade, kühlten so das Gebäude ab und verhinderten einen weiteren Brand.

Das Rote Kreuz war mit rund 30 Einsatzkräften vor Ort. Im Foyer der Heuberghalle kümmerten sie sich um die Einsatzkräfte, vor allem die extrem geforderten Atemschutzträger der Feuerwehr. Ersten Informationen vom Abend zufolge ist niemand verletzt worden, berichtet DRK-Einsatzleiter Heiko Lebherz.

Löscharbeiten dauern noch an

Nachdem die umliegenden Gebäude gesichert waren, begannen die eigentlichen Löscharbeiten. Diese dauern ersten Informationen zufolge wohl bis in den Mittwochmorgen hinein. Der Sachschaden konnte bislang nicht beziffert werden.

Der starke Wind, der zumeist aus Richtung der Heuberghalle wehte, spielte den Einsatzkräften dabei laut Smolle in die Karten. So konnte ein Übergreifen auf die wenige Meter entfernte Heuberghalle verhindert werden.

Auch eine Hauptgasleitung, die zur Heuberghalle und zum Gymnasium führt, konnten die Verantwortlichen rechtzeitig abstellen und so eine weitere Lebensgefahr verhindern.

Bürgermeister Schroft dankt Einsatzkräften

Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft zeigte sich erleichtert mit dem Ausgang des Einsatzes: „In einer derartigen Notsituation wie bei dem Großbrand unter schwierigsten Wetterbedingungen konnten wir uns einmal mehr auf unsere bewährte Feuerwehr verlassen.“

Auch dankte er sämtlichen Einsatzkräften für ihren „schnellen, beherzten und umsichtigen Einsatz“. Im Namen der Stadtverwaltung zeigte er sich „froh, dass es zu keinem Personenschaden gekommen ist“.

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