Balingen Es wird wieder gestochen

Die Messe-Macher (von links): Matze "B.Art.L", Peter Ehinger und King Rich organisieren die bereits dritte "Tattoo Convention" vom 25. bis 27. Mai im "Loft" in Balingen. Foto: Hannes Mohr
Die Messe-Macher (von links): Matze "B.Art.L", Peter Ehinger und King Rich organisieren die bereits dritte "Tattoo Convention" vom 25. bis 27. Mai im "Loft" in Balingen. Foto: Hannes Mohr
Balingen / HANNES MOHR 18.04.2012
Im Mai treffen sich erneut Tätowierer aus ganz Deutschland im Balinger "Loft". Die Veranstalter wollen den Besuchern Berührungsängste nehmen.

Die "Tattoo Convention" ist wegen ihres Erfolgs mittlerweile zur festen Institution in Balingen geworden. Bereits zum dritten Mal laden die Organisatoren Matze "B.Art.L", Peter Ehinger und der Balinger Tattoo-Studio-Besitzer King Rich vom 25. bis 27. Mai rund 30 Tätowierkünstler ins "Loft" in Balingen ein. Knapp 80 Tätowierer aus ganz Deutschland hatten sich für die Teilnahme in Balingen beworben.

Zu den Auserwählten gehören Szenegrößen wie das Nadelwerk aus Konstanz, Tattoo-Village aus Rottenburg, Fabian Nitz aus Berlin und viele mehr. Gerade weil es wenig Platz gibt, konzentrieren sich die Veranstalter auf die Kunst an sich. "Es wird keine langweiligen Verkaufsstände mit aufdringlichen Vertretern geben", betont "B.Art.L". Vielmehr sei die "Tattoo Convention" ein Künstlerforum, an dem jeder teilhaben kann.

Auch in diesem Jahr erwarten sie vierstellige Besucherzahlen. Bei so einer großen Nachfrage - denken die Veranstalter da nicht daran, sich zu vergrößern? "Nein, eben nicht", betont King Rich, "sonst würde der familiäre Charakter kaputt gehen". Alles solle "klein und fein" bleiben. Auch Kinder sind willkommen: Bis 14 Jahre erhalten sie freien Eintritt. Viele Besucher seien nicht aus der Szene, wissen die drei Veranstalter. "Oft kommen Familien und neugierige Leute zu der Convention, die sich eventuell nicht gleich in ein Tattoo-Studio trauen", meint King Rich. Sie wollen die "Königsklasse der Kunst", wie sie "B.Art.L" nennt, der breiten Masse näher bringen, Berührungsängste nehmen und mit Vorurteilen aufräumen. "Tattoos sind sowieso schon lang keine Szenekunst mehr, sondern sprechen mittlerweile ein großes Publikum an", fügt Ehinger hinzu.

Auf der "Tattoo Convention" können sich die Besucher in Ruhe beraten, inspirieren oder sich sofort ihr Wunschmotiv unter die Haut stechen lassen. Doch nicht jeder will sein Leben lang Farbe an sich tragen. Deshalb bietet die Veranstaltung auch andere Künste auf Leinwand an. Den Künstlern winken beim messeeigenen Tattoo-Wettbewerb ausgeflippte Trophäen. Im Rahmenprogramm gibts Musik. Abends, nach Messeschluss, geht es in "The Bar" mit Feiern weiter.

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