Eine Erzieherin des evangelischen Kindergartens in Stetten ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Landratsamt Sigmaringen am Freitagmorgen mit. Die Frau habe am Montag noch gearbeitet und sei am Dienstag, als sie erste Symptome bemerkt habe, sofort nach Hause gegangen.

Kindergarten hat keine getrennten Gruppen

Der Kindergarten habe ein offenes Konzept, schreibt das Landratsamt, das heißt: Die Kinder sind nicht in Gruppen getrennt. Daher werde nun der gesamte Kindergarten für 14 Tage geschlossen. „Es kann nicht nachvollzogen werden, mit welchen Kindern die erkrankte Erzieherin in näherem Kontakt war“, schreibt das Landratsamt. „Daher müssen alle Kinder und Mitarbeiterin zu Hause bleiben. Sie werden getestet, sobald sie Symptome zeigen.“

Schule und katholischer Kindergaten bleiben offen

Am Kindergarten wurde ein Aushang angebracht; das Gesundheitsamt habe Kontakt zu den Eltern aufgenommen. Am Mittwoch und Donnerstag seien noch Kinder der Grundschule und des katholischen Kindergartens zu Gast gewesen, berichtet das Landratsamt. Weiter heißt es: „Die erkrankte Erzieherin war hier allerdings schon zuhause. Schule und katholischer Kindergarten können daher weiter geöffnet bleiben.“

Bei Südtirol-Rückkehrerin angesteckt?

Die Erzieherin, die auch im nördlichen Landkreis Sigmaringen wohnt, vermutet, sich bei einer Südtirol-Rückkehrerin „aus einem anderen Landkreis“ angesteckt zu haben, teilt das Landratsamt mit. Das wirft die Frage auf: Hat sich die Frau bei jemandem aus der Reisegruppe aus dem Zollernalbkreis angesteckt? Bestätigen könne man dies nicht, sagte Tobias Kolbeck, Sprecher des Landratsamts Sigmaringen, auf Anfrage. Es handele sich ohnehin lediglich um eine Vermutung, betont Kolbeck.

Das Gesundheitsamt in Sigmaringen stellt aufgund zahlreicher Anfragen klar: Kontaktpersonen von wiederum gesunden Kontaktpersonen zu einem Erkrankten haben keine Einschränkungen, sie müssen nicht zu Hause bleiben.

Das könnt dich auch interessieren:

Burladingen