Froh und erleichtert war man jetzt auch im Haigerlocher Altenpflegeheim St. Josef, dass dort am Wochenende die erste Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus stattfinden konnte.

Reibungsloser Ablauf

Heimleiterin Andrea Braitmaier koordinierte den reibungslosen Ablauf innerhalb der Pflegeeinrichtung. Ausführlich wurde jeder Bewohner oder deren Angehörige von dem Haigerloch Arzt Karl Albrecht Rapp im Vorfeld über die Impfung informiert. Es wurde auch nochmals geklärt, ob und welche Vorerkrankungen vorliegen und gefragt, ob es jeweils Unverträglichkeiten gegen bestimmte Medikamente gibt. Alle, die vorab erklärt hatten, an der Impfung teilzunehmen, mussten nochmals ihre persönliche Einwilligung geben. Das heißt niemand wurde gegen seinen Willen geimpft.
Das mobile Impfteam des Kreisimpfzentrums Meßstetten reiste am Samstag an, ab 9 Uhr begann die Impfung nach einem genau festgelegten Plan in den jeweiligen Stockwerken.

Hausarzt an der Seite des Teams

Das Impfteam mit der Ärztin Lydia Buch wurde auch hier wieder von Karl Albrecht Rapp unterstützt. Das gab den Heimbewohnern zusätzliche Sicherheit und ein gutes Gefühl, da viele ihn als ihren Hausarzt kennen. Verimpft wurde der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech.
Auch kurz vor der Impfung gab es nochmals ein kurzes Aufklärungsgespräch, dann ein kleiner Piks – und fertig. Alles lief in einer sehr entspannten Atmosphäre ab.
„Ich habe nichts gemerkt, so eine 93-jährige Heimbewohnerin nach dem kurzen Stich in den Oberarm. Auf den Rat, sie könne sich jetzt nach der überstandenen Impfung etwas ausruhen, kam die unaufgeregte Antwort: „Ach was, das tut mir doch nichts“.
 Insgesamt 34 Bewohner ließen sich an diesem Tag immunisieren – wobei es sich bekanntlich um einen zweiteilige Impfung handelt. In rund drei Wochen muss sie wiederholt werden, erst dann sind die geimpften wirklich gegen eine Corona-Infizierung beziehungsweise schwere Krankheitsverläufe geschützt.
Aus dem Mitarbeiterteam nahmen 40 Personen teil Dafür reiste das Impfteam eigens am Sonntag nochmals an. Das sind etwa zwei Drittel der Belegschaft, „eine gute Quote“, meint Heimleiterin Andrea Braitmaier.

Wer die Krankheit schon hatte, verzichtet auf die Spritze

Die Gründe, warum nicht alle teilnehmen wollten, sind unterschiedlich. Einige haben die Infektion schon hinter sich und wollen den immer noch sehr knappen Impfstoff zumal den älteren Menschen nicht „wegnehmen“.

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Vollständig Der obligatorische zweite Impftermin ist in St. Josef für 27. Februar geplant. Erst dann ist der Schutz gegen Infizierung oder schwere Krankheitsverläufe vollständig.