Bildung Erfahrungen und Kompetenz nahe an der „echten Welt“

Die Sonderpreisträger des Technischen Gymnasiums in Balingen.
Die Sonderpreisträger des Technischen Gymnasiums in Balingen. © Foto: privat
Balingen / Ines Mayer 12.07.2017

Der Abiturjahrgang 2017 ist – mit 115 Absolventen – der zahlenmäßig stärkste, den das Technische Gymnasium in Balingen je verabschiedet hat. Inzwischen ist man hier fünfzügig in vier Profilfächern: Mechatronik, Informationstechnik, Umwelttechnik sowie Gestaltungs- und Medientechnik, für das es zwei Parallelklassen gibt. Die mündlichen Abiturprüfungen waren daher in diesem Jahr eine besondere logistische Herausforderung.  Jetzt konnten die Abiturienten ihre Reifezeugnisse in Empfang nehmen.

Auf den Begriff der Reife ging der Schulleiter der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Balingen, Eugen Straubinger, in seiner Festrede besonders ein. Dabei bezog er sich zunächst auf eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, die Bundesbildungsministerin Wanka im Frühsommer vorgestellt hat. Demnach brechen rund ein Drittel aller Studierenden innerhalb der ersten fünf Semester ab und orientieren sich neu. Auf den ersten Blick seien dies „erschreckende Zahlen“, meinte Straubinger, vor allem „deshalb, da im selben Jahr so viele Abiturienten ihre Hochschulreife erhalten, wie nie zuvor“. Doch was steckt dahinter? Straubinger zitierte abermals die Bildungsministerin: „Der frühe Zeitpunkt eines Studienabbruchs und der schnelle Wechsel in eine Ausbildung weisen darauf hin, dass viele junge Menschen noch nicht genau wissen, welchen Berufsweg sie einschlagen möchten.“

Für  den Schulleiter  galt dieser bedenkliche Befund jedoch nur bedingt für die vor ihm sitzenden Abiturienten, denn „erfahrungsgemäß hat die Mehrheit unter Ihnen schon Verträge in dualen Studiengängen, Betrieben oder Kombi-Studiengängen unterzeichnet – oder eine klare Vorstellung von den nächsten Jahren“. Dass so viele schon an diesem Punkt im Leben seien, schreibt Straubinger der beruflichen Orientierung am Technischen Gymnasium zu. Denn dort hätten sie „in den drei zurückliegenden Jahren Erfahrungen und Fachkompetenz nahe an der ‚echten‘ Welt“ gesammelt.

Damit seien die TG-Abiturienten „in der Lage, die zukünftigen Anforderungen realistisch einschätzen zu können“. Dies bestätigen laut Straubinger „die Rückmeldungen ehemaliger Absolventen des Technischen Gymnasiums, die insbesondere in den technischen Studiengängen von einem Vorsprung gegenüber den Mitstudierenden berichten“.

Bevor Eugen Straubinger – zusammen mit Bertram Eydner – die Zeugnisse, Preise und Belobigungen überreichte, richtete er an die Abiturienten noch eine Bitte: „dass Sie sich auch in Zukunft mit unserer Schule identifizieren und gerne an Ihre Zeit in Balingen erinnern“.

Diese Schülerinnen und Schüler wurden ausgezeichnet

Preise erhielten: mit einem Gesamtschnitt von 1,0 Tobias Hauser (Geislingen) und Ferdinand Raiber (Meßstetten); mit 1,1 Hanna Scherer (Dormettingen), Katrin Sauter (Haigerloch) und Lena Lachenmaier (Haigerloch); mit 1,2 Lukas Haßdenteufel (Nusplingen), Martha Miriam Schatschneider (Balingen), Dominik Haage (Balingen) und Martin Haigis (Balingen); mit 1,3 Maximilian Narr (Überlingen) und Tim Conzelmann (Albstadt); mit 1,4 Helen Veit (Albstadt); mit 1,5 Annika Nagat (Meßstetten) und Julian Beck (Albstadt); mit 1,6 Christian Class (Bisingen).

Mit Belobigungen ausgezeichnet wurden: mit einem Gesamtschnitt von 1,7 Steffen Moser und Rafael Janosch Essig; mit 1,8 Nicole Spieß, Fabian Herter, Jessica Steurer, Benjamin Moser und Sarah Blepp; mit 1,9 Michael Schlegel; mit 2,0 Annika Schmundt, Maurice Rummel, Florian Babisch, Rebecca Marquart, Daniel Weckenmann, Fabian Kirschbaum, Moritz Huber, Tobias Schemminger, Thomas Haile, Robin Stotz und Jonas Beck; mit 2,1 Shefkije Morina, Elena Veronika Schluck, Celina Cristobal Chico, Dennis Daiger, Jérôme Bauer und Jonas Zimmermann; mit 2,2 Martin Steuer, Finn Weber, Michael Kostanzer, Sascha Grätsch und Felicia Simon.

Folgende Sonderpreise konnten vergeben werden: Die Technikpreise der Sparkasse Zollernalb gingen an Hanna Scherer für das Profilfach Gestaltungs- und Medientechnik, Dominik Haage für Informationstechnik, Katrin Sauter für Mechatronik und Moritz Huber für Umwelttechnik. Den Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft sowie eine einjährige Mitgliedschaft erhielten Ferdinand Raiber, Lukas Haßdenteufel, Christian Class und Tim Conzelmann, den Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft sowie den Ferry Porsche-Preis erhielt Tobias Hauser. Für die besten Leistungen im Fach Deutsch erhielt Tobias Hauser den Scheffelpreis. Der Paul-Schempp-Preis für evangelische Religionslehre wurde an Annika Nagat vergeben, der Bischoff-Sproll-Preis für katholische Religion an Tobias Hauser. Der SMV-Preis ging an Vjollca Neziri.

Die weiteren Abiturienten sind: Ines Adolf, Anna-Maria Albus, Alida Bahovic, David Becker, Alexandra Berger, Ebru Birinci, Jason Blackschleger, Arel Bostancioglu, Patrick André Braun, Pinar Capar, Elisa Casula, Luca Cecconi, Gabriela Chanyalew, Amos Cimpean, Alisia Dehner, Maik Dehner, Alexander Ferber, Christine Fischer, Nina Fischer, Florian Fix, Janine Fleiner, Marcel Freiberg, Tim Fuhrmann, Aleksej Gamm, Alina Gruber, Elena Hager, Maximilian Harich, Tobias Heim, Johannes Elias Heizmann, Thomas Hochländer, Murat Hodzic, Niko Ilic, Peter Kaletha, Jendrik Kläger, Fabian Klotz, Armin Kmetas, Julia Knobel, Katharina Knutsen, Damien-Joseph Kraus, Mateusz Kurek, Angelina Luznak, Emilio Mazzei, Heiko Meitza, Colin Mengis, Tobias Merkt, Luca Misselwitz, Dominik Müller, Markus Müller, Max Michael Müller, Lukas Mutschler, Vjollca Neziri, Peter Pelludat, Nina Marie Pfister, Patrick Retter, Laura Richter, Eric Roch, Heike Ruderschmidt, Rebekka Saal, Mark Schenk, Michael Schlaich, Cristin Schlotterbeck, Sebastian Seifriz, Lucie Stöckl, Paul Völkle, Ellena Wagenmann, Jannik ­Walter, Aron Warsinsky, ­Felix Anton Wietstock, ­David Will und Björn ­
Zaar.