Balingen Bizerba-Arena: Angebot frisst fast das Budget

Stehstufen sollen den Fans in der Gegengerade einen guten Blick aufs Spiel ermöglichen. Das einzige Angebot lag jedoch rund 100.000 Euro über dem eingeplanten Budget.
Stehstufen sollen den Fans in der Gegengerade einen guten Blick aufs Spiel ermöglichen. Das einzige Angebot lag jedoch rund 100.000 Euro über dem eingeplanten Budget. © Foto: Lydia Wania-Dreher
Balingen / Nicole Leukhardt 07.09.2018
Die Ertüchtigung der Bizerba-Arena in Balingen wird teurer als geplant.

Ende Juli hatte der ­Balinger Gemeinderat 297 000 Euro bewilligt, mit dem die ­Bizerba-Arena fit für die Regionalliga gemacht werden soll. Stehstufen an der Gegengeraden, Zugänge für die Fans und eine Zaunanlage sollten geschaffen werden, um den Auflagen gerecht zu werden, die die neue Liga mit sich bringt.

Für die Stufen, die Zugänge und Sonstiges hatte die Stadtverwaltung ein Budget in Höhe von 164 000 Euro brutto veranschlagt. „Auf unsere Ausschreibung erhielten wir nur ein einziges Angebot“, schreibt Tiefbauamtschef Eduard Köhler in der Vorlage für die Räte des Technischen Ausschusses, der sich kommenden Mittwoch mit dem Thema beschäftigen wird.

Dieses einzige Angebot beläuft sich nach Gesprächen und ­Optimierungen auf knapp 261 000 Euro und verschlingt damit bereits den Löwenanteil des gesamten Etats, der für die Ertüchtigung der Arena eingeplant war. Der Unternehmer begründete die Summe mit „äußerst beengten Verhältnissen und dem Termindruck“, heißt es in der Vorlage.

Zunächst habe die Verwaltung aufgrund der gebotenen Eile nur einen ersten Bauabschnitt vergeben, dessen Kosten in Höhe von rund 161 600 Euro durch die zur Verfügung stehenden Mittel gedeckt ist. Für den zweiten Bauabschnitt der Stehstufen würden weitere 100 000 Euro überplanmäßig benötigt, heißt es in der Vorlage weiter.

Für die Sicherheitszäune wurden 82 000 Euro veranschlagt. Auch hier sei nur ein Angebot eingegangen, in Höhe von rund 83 500 Euro. „Der Auftrag wurde in dieser Summe erteilt“, informiert die Verwaltung.

Was sich nach Punktlandung anhört, könnte nun aber doch noch für Ärger sorgen. So formuliert Eduard Köhler: „Im Nachhinein gibt es Meinungsverschiedenheiten über die statischen Erfordernisse für die Zaunfundamente“, die noch nicht hätten geklärt werden können. Er gehe außerdem davon aus, dass mit Mehrkosten für den Zaunbau zu rechnen sei.

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