„Sie hatten es nur auf Geld abgesehen“, erzählt Ulrike Netzer, die die beiden Kioske gepachtet hat. Das Kiosk am Staudamm befindet sich im Besitz der Stadt, das kleine Häuschen am Bootsverleih gehört Heinz Koch.

Am Donnerstagmorgen erhielt Ulrike Netzer den Anruf einer Spaziergängerin. Sie berichtete der Wirtin von der Verwüstung. Ulrike Netzer ging umgehend zum Stausee, um sich ein Bild zu machen.

Ein Bild der Verwüstung

Beide Gebäude waren aufgebrochen. Im Kiosk am Staudamm hatten die Täter die Rollladen hochgeschoben und das Fenster ausgehebelt. Sie nahmen das Wechselgeld mit sowie Kartons mit Capri-Sonne und Eistee. Weshalb die Einbrecher die Bierkisten stehen ließen, ist Ulrike Netzer ein Rätsel.

Die Täter hatten zuerst vor dem Kiosk am Bootsverleih einen gut befestigten Behälter aufgebrochen. Darin befand sich Werkzeug. Dieses benutzten sie jedoch nicht für den Einbruch, sondern warfen es auf das Stauseesträßchen.

Kioske waren gut gesichert

Gerade dieser kleinere Kiosk sei sehr gut gesichert gewesen, erzählt Ulrike Netzer. Eisenstangen und mehrere Vorhängeschlösser sollten Einbrecher abhalten. Genutzt hat es nichts. Die Täter gingen mit schwerem Werkzeug an die Arbeit und hebelten die Getränkeausgabe mit roher Gewalt auf.

Der materielle Schaden für sie belaufe sich auf rund 500 Euro. Doch das ist in einem solchen Falle nicht einmal so wichtig. Der Schock allerdings, den Ulrike Netzer nach den beiden Einbrüchen verarbeiten muss, ist immens. „Der Schreck ist mir richtig in die Knochen gefahren“, sagt sie.

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