Wetter Ein sonniger Sommermonat

Am Siebenschläfertag blieb es trocken. Insgesamt war der Monat Juni sommerlich war.
Am Siebenschläfertag blieb es trocken. Insgesamt war der Monat Juni sommerlich war. © Foto: Archiv
Zollernalbkreis / Von Karl-Heinz Jetter 07.07.2018

Im Witterungsverlauf war der Juni ein Sommermonat, mit dem man zufrieden sein kann. Der Monat war angenehm warm, ohne drückende Hitze, recht sonnig und in der ersten Monatshälfte auch nass genug – über den gesamten Monat betrachtet fiel der Juni aber gleich den Vormonaten zu trocken aus.

Den Beweis liefern die Messwerte. Im Mittel der Vergleichsperiode von 30 Jahren (1981 bis  2010) war der Juni an der Station 15,7 Grad warm, es regnete durchschnittlich 98,4 Liter/Quadratmeter, und die Sonne schien (1991 bis 2010) durchschnittlich 227,6 Stunden. Der diesjährige Juni brachte es dagegen auf eine ­Durch­schnitts­temperatur von 17,7 Grad, 247,1 Stunden Sonnenschein und 74,8 Liter Niederschlag auf jeden Quadratmeter an der Messstelle.

Der Juni begann recht sommerlich, denn in den ersten zehn Tagen gab es schon sieben Sommertage mit 25 und mehr Grad Celsius. Ab dem 6. des Monats wurde es dann für rund eine Woche gewitterig. Zur Monatsmitte hörte es mit den Gewittern auf und damit auch mit dem Regen. Nach einem Temperatursturz am 13. Juni auf eine Tageshöchsttemperatur von nur noch 13,8 Grad, wurde es wieder sonniger und wärmer. Am 21. Juni war der astronomische und kalendarische Sommeranfang.

An diesem Tag bleibt die Sonne bei uns bei unverstelltem Horizont 16 Stunden und vier Minuten über dem Horizont und strahlte zum Mittag in einem Winkel von 65 Grad ein.

Das ergibt bei wolkenlosem Himmel optimale Erwärmung. Und so kletterte bereits am 20. Juni die Quecksilbersäule des Thermometers auf den Monatshöchstwert von 29,3 Grad. Am Sommeranfang selbst waren es dann nur 26,1 Grad, und es begann eine kurze kühlere Zeit. Eine Mini-Schafskälte hatte eingesetzt.

Am 27. Juni ist Siebenschläfer und es regnete nicht – abgesehen von den Tränen nach dem verlorenen WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Südkorea an diesem Tag. Vom Wetter her schien die Sonne 13 Stunden lang und die Temperatur kletterte bis auf 23,3 Grad. Eine zum Siebenschläfer gehörige Witterungsregel lautet: „Regnet’s am Siebenschläfertag, so regnet’s sieben Wochen danach“. Allerdings hat sich gezeigt, dass man diesen Stichtag und die dazugehörige Regel nicht allzu ernst nehmen sollte.

Statistische Auswertungen belegen, dass die Großwetterlage Ende Juni/Anfang Juli dazu neigt, sich für mehrere Wochen zu stabilisieren, also trocken, aber auch verregnet sein kann. Doch eines ist sicher: Es wird nicht sieben Wochen lang trocken bleiben oder regnen. Abgesehen von einem kurzen Regen am 28. Juni waren die letzten Junitage trocken und angenehm warm. Der Monat endete am 30. Juni mit einer Tageshöchsttemperatur von 29,2 Grad und fast 15 Stunden Sonnenschein.

Info Alle angeführten Werte wurden in Heselwangen, 573 Meter über dem Meer, registriert.

Ein paar Zahlen für die Statistik

Die Monatsdurchschnittstemperatur im Juni 2018 betrug plus 17,7 Grad. Vergangenes Jahr war es noch wärmer – nämlich 19,3 Grad, und im Durchschnitt seit 1981 bis 2010 ist es bei uns im Juni plus 15,7 Grad warm. 13 Sommertage (25 und mehr Grad – acht sind es durchschnittlich) kann der diesjährige Juni vorweisen. Einen heißen Tag mit 30 und mehr Grad gab es aber in diesem Jahr noch keinen – 2017 wurden im Juni alleine sieben solcher heißen Tage registriert. Regentage, mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter, wurden sieben gezählt, in der Summe kamen 74,8 Liter Niederschlag zusammen. 2017 regnete es im Juni 65,7 Liter, und im Durchschnitt seit 1981 (bis 2010) fielen hierzulande 98,4 Liter/Quadratmeter.

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