Balingen Ein klares Nein zu Parkgebühren

Parken soll in Balingen weiterhin kostenlos bleiben.
Parken soll in Balingen weiterhin kostenlos bleiben. © Foto: Archiv
Balingen / Nicole Leukhardt 12.05.2018

„Die Verwaltung wird keinen Antrag auf Einführung von Parkgebühren stellen.“ Dies betonte Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann am Mittwoch in der Sitzung des Technischen Ausschusses eindrücklich, als sich die Ratsmitglieder mit dem Resultat der Parkraumuntersuchung befassten. Das beauftragte Fachbüro hatte in seinem Ergebnisbericht zwar dargelegt, welche Einnahmen kostenpflichtiges Parken in Balingen bringen könnte. Ziel sei jedoch zunächst gewesen, den Status quo auf innerstädtischen Parkplätzen zu erfassen.

Wie viele Kurzparker gibt es? Wo bleiben Autos den ganzen Tag stehen? Welche Plätze bleiben ungenutzt? – mit diesen Fragen beschäftigten sich die Verkehrsexperten. Das Fazit der Untersuchung: Es gibt genügend Stellplätze, im Sparkassenparkhaus und im Parkhaus Stingstraße kann es aber durchaus mal knapp werden. „Im Vergleich mit anderen Städten derselben Größe ist das Parkplatzangebot in Balingen Spitzenklasse“, lobte Professor Gunter Kölz, dessen Büro die Analyse durchgeführt hatte. Ob die Stadt Parkgebühren einführe, sei eine politische Entscheidung. „Es ist allerdings nicht nötig, am großen Rad zu drehen, es reicht, wenn Sie manche Stellschrauben ein wenig kalibrieren“, gab er dem Gremium mit auf den Weg. Die Ausgabenseite, also wie viel Geld die Stadt für Parkuhren oder Schranken ausgeben müsste, ist nicht beleuchtet worden.

Imageverlust nicht messbar

„Es gab ein klares Signal aus dem Gremium, dass Parken in Balingen gebührenfrei bleiben soll“, sagte der Oberbürgermeister. Die Stadt lebe nicht unerheblich auch vom Umland. „Welchen Imageverlust das bedeuten würde und was wir an Zuspruch für die Stadt verlieren würden, können wir in Zahlen nicht messen“, gab er zu bedenken.

Was ist rund um den Bahnhof?

Große Veränderungen stünden also nicht an, zu fehlenden Parkplätzen rund um den Balinger Bahnhof und die Hindenburgstraße werde man sich jedoch Gedanken machen.

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