Zollernalbkreis Ein Blick auf den Witterungsverlauf

Das Vatertagsfest war völlig verregnet, die Natur aber brauchte dringend den Niederschlag.
Das Vatertagsfest war völlig verregnet, die Natur aber brauchte dringend den Niederschlag. © Foto: privat
Heselwangen / Karl-Heinz Jetter 06.06.2018

Der Mai 2018 brachte es auf eine Mitteltemperatur von plus 15,3 Grad Celsius – und wurde damit zum wärmsten Mai seit Bestehen der Station in Heselwangen. Die Eisheiligen gab es nur dem Namen nach.

Mit dem Mai endet für die Meteorologen auch das Frühjahr, das in der Rückschau (als Vergleichsperiode werden die Jahre 1981 bis 2010 genommen) mit 10,7 Grad ebenfalls zu warm war und um 2,4 Grad über dem Durchschnitt liegt. Das Frühjahr war auch sonnenscheinreicher, hier stehen sich 554 Stunden und durchschnittlich 515,2 Stunden gegenüber. Anders sieht es beim Niederschlag aus, da fallen durchschnittlich 233,7 Liter im Frühjahr – heuer kamen aber nur 138,8 Liter zusammen. Es fehlen also rund 100 Liter in den Monaten März bis Mai.

Dabei begann der Mai recht trüb und kühl. Die Tageshöchsttemperaturen kletterten erst zum Ende der ersten Maiwoche über 20 Grad hinaus, doch Bodenfeuchte spendenden Regen gab es während dieser Zeit auch nicht. Der kam dann unerwünscht im Rahmen eines Gewitters in der Nacht zu und tagsüber an Christi Himmelfahrt und verregnete den „Vätern“ ihr Vatertagsfest an diesem Tag. Glatte 20 Liter pro Quadratmeter kamen da an der Messstelle zusammen – von der Natur aber dringend erwartet und ihr wohltuend. Kurz nach Christi Himmelfahrt begannen die Eisheiligen.

Frost gab es in diesem Jahr aber auch zur Zeit der Eisheiligen keinen. Aus der Statistik geht hervor, dass seit vielen Jahren in der Zeit vom 12. bis 15. Mai kein regelmäßig auftretender signifikanter Kälteeinbruch mehr festzustellen ist.

Der 20. Mai war der Pfingstsonntag. Ein trüber, kühler und verregneter Tag. Doch mit Pfingstmontag begann eine sommerliche Zeit. Von Tag zu Tag wurde es nun sonniger und wärmer. Und so kamen bis zum Monatsende noch sieben Sommertage mit jeweils über 25 Grad Celsius und 94,7 Sonnenscheinstunden zusammen. Lokale Gewitter brachten auch noch etwas von dem ersehnten Nass – alleine 19,7 Liter/Quadratmeter im Rahmen eines Gewitters am 1. Juni.

Wie kleinräumig unterschiedlich aber das Wetter sein kann, das zeigte sich wieder mal –  heuer am Monatsletzten. Am frühen Nachmittag hagelte es kurz aber heftig über Engstlatt – an der Messstation im nahen, Luftlinie nur drei Kilometer entfernten, Heselwangen fiel nicht ein einziger Tropfen.

Info Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meer registriert.

Noch ein paar weitere Zahlen für die Statistik

Die Durchschnittstemperatur des Monats Mai 2018 betrug plus 15,3 Grad. Vergangenes Jahr waren es plus 14,3 Grad und im Durchschnitt seit 1981 bis 2010 war es bei uns im Mai plus 12,6 Grad warm.

Es gab im Mai keine Frosttage mehr. Sommertage (mit 25 und mehr Grad) gab es dagegen schon acht (3,4 sind der Durchschnitt). Geschneit hat es im diesjährigen Mai auf Stationshöhe auch nicht mehr – und Regentage, mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter, wurden elf elf gezählt. In der Summe kamen 90,7 Liter zusammen. Im Jahr 2017 waren es im Mai 61,7 Liter,  und im Durchschnitt seit 1981 bis 2010 sind es 109,5 Liter pro Quadratmeter. Nebel gab es nur an einem Tag, und an fünf Tagen wurden Gewitter registriert.

Der Wind frischte an vier Tagen bis auf Windstärke 6 (39 und mehr Stundenkilometer) auf, und die Sonne schien an der Beobachtungsstation 199,1 Stunden – vergangenes Jahr waren es 217,1  Sonnenscheinstunden, und seit 1991 bis einschließlich 2010 kommen im Mai durchschnittlich 204,1 Sonnenscheinstunden zusammen.

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