Zollernalbkreis / Von Lea Irion Rund 250 junge Menschen aus dem Umkreis beteiligen sich ab Donnerstag, 23. Mai, drei Tage lang an sozialen Projekten.

Bereits zum vierten Mal findet dieses Jahr bundesweit die 72-Stunden-Aktion statt, so auch im Zollernalbkreis. Im näheren Umfeld werden die unterschiedlichen Projekte von der Balinger Dekanatsjugendreferentin Esther Hofele, Pastoralassistentin Lisa Maria Burger und Alisa Braun, einer ehrenamtlichen Helferin des Jugendreferats Balingen, organisiert und geplant. Auch Stefanie Balbach, Leiterin des durch die Caritas betriebenen JakobusHauses bei Endingen, ist in die Planung involviert. So wurden in den vergangenen Wochen Aktionen geplant, die unter anderem das Ziel verfolgen, Verbindungen zwischen verschiedenen Altersgruppen und Lebenswelten zu knüpfen, und auf nachhaltiger Basis einen spürbaren Unterschied in der Umwelt zu hinterlassen.

Die einzelnen Projekte teilen sich in zwei Kategorien auf: Die Gruppen können zwischen der „Get-It-Variante“ oder der „Do-It-Variante“ wählen. Erstere beschreibt Projekte, die das Dekanat plant und den Teilnehmern erst beim Start der 72-Stunden-Aktion mitteilt. „Es ist quasi wie eine Wundertüte“, beschreibt Dekanatsjugendreferentin Hofele die spannende Einteilung. Bei der „Do-It-Variante“ denken sich die Gruppen im Vorfeld aus, was für ein Projekt sie starten wollen, um es beim Dekanat anzumelden

„Es gibt beispielsweise Projekte zur Gestaltung der Heimat, wie etwa der Bau eines Bienenhotels“, erörtert Alisa Braun. Hinzu kommen auch generationenübergreifende Projekte oder Aktionen, die den Kontakt zwischen unterschiedlichsten Lebenswelten herstellen sollen. Der Arbeitskreis Eine-Welt-Politik hat es sich zum Ziel gesetzt, in drei Tagen auszuarbeiten, inwiefern die momentane Wirtschaftsentwicklung zukunftsfähig gestaltet werden kann. Hierzu steht bereits ein Termin für eine entsprechende Podiumsdiskussion fest: Sonntag, 26. Mai, 17 Uhr, kleine Saal der Balinger Stadthalle.

Teilnehmen werden der Gründer der „Gemeinwohl-Ökonomie“ Christian Felber, Landrat Günther-Martin Pauli, Gudrun Binz-Fietkau vom Stuttgarter Non-Profit-Forum und Maria Gießmann von der SEZ Stuttgart. Auch ein besonderer Flashmob während des Balinger Markts am 25. Mai wird vom Arbeitskreis Eine-Welt-Politik auf die Beine gestellt.

Besonders stolz sind die Organisatorinnen auf die Kooperation mit dem Radiosender SWR3, der für die Dauer der 72-Stunden-Aktion immer mal wieder Updates senden und mit eigenen Reporterteams die Gruppen verfolgen wird. „Aus dieser Zusammenarbeit rührt auch die besondere Startzeit am 23. Mai“, weiß Dekanatsjugendreferentin Hofele. Da zur vollen Stunde Nachrichten und Verkehrsinformationen im Radio laufen, sei der Beginn auf 17.07 Uhr gelegt worden, damit der Sender rechtzeitig davon berichten kann.

Für die Gruppen aus dem Zollernalbkreis beginnt die 72-Stunden-Aktion nachmittags um 15 Uhr auf der Burg Hohenzollern mit einem bunten Rahmenprogramm.

Zirka 80 000 junge Menschen machen mit

Deutschlandweit nahmen im Jahr 2013 über 100 000 Kinder und Jugendliche teil, wodurch über 4000 Projekte realisiert werden konnten. Dieses Jahr sind es bundesweit zirka 80 000 junge Menschen, die sich drei Tage lang für eine bessere Welt einsetzen wollen. Im Balinger Umkreis sind insgesamt acht Gruppen angemeldet, wobei die Teilnehmerzahl zwischen jeweils zehn bis zu 80 jungen Menschen variiert.