Ebingen Engagement ist Thema bei Infotag

Dorothee Hummel-Wagner sprach mit Klaus Ölkrug, Pfarrer Walter Schwaiger, Anne Tulke und Uschi Baumgärtner (von links) über die Themen Ehrenamt und Einsatz für die Gesellschaft.
Dorothee Hummel-Wagner sprach mit Klaus Ölkrug, Pfarrer Walter Schwaiger, Anne Tulke und Uschi Baumgärtner (von links) über die Themen Ehrenamt und Einsatz für die Gesellschaft. © Foto: Horst Schweizer
Ebingen / Horst Schweizer 17.04.2018
Engagement stand im Mittelpunkt des 4. Aktions- und Infotages „Generation plus“ in Ebingen.

Willst Du froh und glück­lich leben, lass kein Ehrenamt dir geben!  Mit diesem Zitat von Wilhelm Busch eröffnete der Erste Bürgermeister Anton Reger nach der Begrüßung durch Dorothee Hummel-Wagner den Aktions- und Infotag im Bildungszentrum. Obwohl der Lohn des Ehrenamtes oft mit Undankbarkeit verbunden sei, hielten sich, so Reger, glücklicherweise viele nicht an Wilhelm Busch.

Jeder Dritte Erwachsene sei in Deutschland ehrenamtlich tätig, in Baden-Württemberg sogar 50 Prozent, was auch auf Albstadt zutreffe. Das Ehrenamt, formulierte Reger, bringe den Menschen besseres Verständnis, mache Freude, glücklicher und gesünder, teile Gemeinschaft: „Ehrenamt ist keine Frage von Alter, Geschlecht oder ethnischer Herkunft, es ist für jeden etwas dabei“. Den Albstädter Aktions- und Infotag stellte er als Bereicherung im städtischen Veranstaltungsumfeld dar, eröffne er doch die Möglichkeit, sich zu informieren und Eindrücke zu sammeln. Sein Dank galt den Organisatorinnen Dorothee Hummel-Wagner vom Pflegestützpunkt Albstadt, Gabi Bitzer von der VHS und Christine Widmann-Simon, Leiterin der Stadtbücherei.

Höhepunkt war ein Vortrag von Martin Müller, Fachberater für Bürgerengagement beim Städtetag Baden-Württemberg. Sein überwiegend auf Schwäbisch gehaltener Auftritt zum Thema „Wir machen was“ begeisterte den voll besetzten Saal: „Ich nehme Sie mit auf eine kleinen Reise durch Europa.“ Dabei zeigte er Beispiele in den Niederlanden, London, Griechenland und in Vorarlberg, wie sich Menschen für Menschen, auch als Kraftquelle in Krisenzeiten, engagieren. „Wenn nichts mehr geht, Engagement gibt es immer, das steckt in jedem Menschen“.

Er sei in Sorge, dass Ressourcen im Handyzeitalter verloren gehen. Da man nicht mehr miteinander rede, gab er den Tipp, die eigenen Erfahrungen aufzuschreiben und Filme zu machen. Müller war es ganz wichtig darauf hinzuweisen, welchen Stellenwert das Persönliche hat. Er empfahl Ruhe und Zeit, um Lebensfreude zuzulassen. Das innere Feuer zu pflegen, das Leben lebenswerter zu machen und persönliche Energieräuber zu minimieren.

Bei der Podiumsdiskussion beantworteten Klaus Ölkrug vom Freundeskreis Dritte Welt, Pfarrer Walter Schwaiger, Lesepatin Uschi Baumgärtner und Anne Tulke von der Caritas Fragen von Dorothee Hummel-Wagner zum Thema Ehrenamt.

Sie gehörten zum Kreis derjenigen, die sich in einem Steckbrief ihre Institutionen vorstellten.  Am Nachmittag warteten Dozenten der VHS mit verschiedenen Angeboten zum Mitmachen auf.