Balingen Das DRK ist Tag und Nacht erreichbar

SWP 17.04.2012
Mit einer Führung beim DRK und der Leitstelle in Balingen beschloss der Landfrauenverband Zollernalb sein Winterprogramm.

Der Landfrauenverband Zollernalb hatte zu seiner Winterabschlussveranstaltung eine Besichtigung und Führung beim Deutschen Roten Kreuz sowie der Leitstelle Zollernalb in Balingen organisiert. Begrüßt wurden die Besucher von der Geschäftsführerin des DRK, Carmen Merz, sowie dem Rettungsdienstleiter Dieter Fecker, der sogleich die vielseitigen Aufgabenbereiche des Kreisverbandes vorstellte.

Etwa 180 hauptamtliche Mitarbeiter und viele Freiwillige bewältigen qualifiziert und engagiert diese Leistungen. Neben dem Rettungsdienst bietet das DRK auch Senioren, Kindern, Jugendlichen und Familien seine Hilfe an. Die Unterstützung erhalten ältere Menschen durch die Kooperation mit der Sozialstation Balingen, dem Essen auf Rädern und dem Betreuten Wohnen, den Helfenden Händen und der Wohnberatung, dem Besuchsdienst sowie dem Hausnotruf. Dieser wird aktuell von über 600 Teilnehmern genutzt. Diese Einrichtung in Uhrenform gewährt Sicherheit in den eigenen vier Wänden, denn im Notfall kann Kontakt mit der DRK-Hausnotrufzentrale aufgenommen werden.

Engagement ist auch bei der ambulanten Kinderkrankenpflege im Zollernalbkreis gefragt. Seit 2002 gibt es sie im Zollernalbkreis. Sie bietet Unterstützung, Betreuung und Pflege, auch bei schwer kranken Kindern. Die Familienprogramme, die vielseitigen Kurs-Angebote, der Kleiderladen, das Jugendrotkreuz und die Schule, die DRK-Bergwacht und die DRK-Rettungshundestaffel sowie der Notfallnachsorgedienst wurden von Dieter Fecker ebenfalls vorgestellt. Er verwies auch auf die dazu gehörende Finanzierung, die ohne die ehrenamtliche Mitarbeit nicht zu schultern wäre. Notarzt- und Hubschrauber-Einsatz, die schnelle Erreichbarkeit des DRK - die in 95 Prozent der Fälle in 15 Minuten erfolgt - waren weitere Themenpunkte.

Nach den Ausführungen im DRK-Forum besichtigten die Teilnehmer in zwei Gruppen außerdem die integrierte Leitstelle und den Fuhrpark mit den verschiedenen Rettungswagen und erhielten Erläuterungen über die Ausstattungen. Sechs Rettungswagen und drei Notarzteinsatzfahrzeuge stehen rund um die Uhr für medizinische Notfälle zur Verfügung. Für den Transport von Erkrankten sind zwölf Krankentransportwagen in der Zeit von 6 bis 21 Uhr einsatzbereit.

Das elektronische Einsatzleitsystem stellte Alwin Koch, Leiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle, vor. Hier werden nach einem Notrufeingang die geeigneten Rettungsfahrzeuge disponiert. Fast 11 000 Anrufe gehen pro Monat ein. "Leider", so Koch, "verzeichnen wir eine Fehlanruf-Quote von 80 Prozent". Hauptverursacher sind Kinder. Weil jeder Anruf zurückverfolgt werden kann, lässt sich dieser Notrufmissbrauch darlegen.

Die Leitstelle ist Tag und Nacht erreichbar. An acht Arbeitsplätzen kommen die Notrufe an. Die Leitstelle mit zwölf Disponenten pflegt aber auch die Adressen von Personen und Firmen ein, die im Ernstfall für eine rasche Hilfe benötigt werden. Alwin Koch zeigte anhand einer Probe-Alarmierung, wie das hochmoderne System arbeitet. Weitere Dienstleistungen der DRK-Rettungsleitstelle sind die Tunnelüberwachung in Laufen mit neun Kameras und die Überwachung des Bergrutsches Winkelgrat zwischen Laufen und Tieringen.

Katharina Stauß, LFV-Vorsitzende des Zollernalbkreis, bedankte sich bei Dieter Fecker und Alwin Koch für ihre Informationen mit einem Geschenk.