Über die Coronavirus-Sondersitzung mit den Bürgermeistern der 25 Städte und Gemeinden im Zollernalbkreis, die am Donnerstagabend stattfand, informiert jetzt das Landratsamt.

Landrat Günther-Martin Pauli, Gesundheitsdezernentin Dr. Gabriele Wagner, Dr. Gerhard Hinger, Vorsitzender Geschäftsführer des Zollernalb Klinikums, und Heiko Lebherz, Kreisverbandsvorsitzender des DRK, berichteten über die aktuelle Situation und Entwicklungen im Kreis. „Wir erleben alle eine Herausforderung, wie wir sie noch nie im medizinischen Bereich hatten“, sagte Landrat Pauli. „Gefährlich sind unnötige Panikmache ebenso wie Bagatellisierungen. Wir suchen gemeinsam den gesunden Mittelweg“, so Pauli weiter.

„Deutliche zugespitzte Situation“

Die Situation im Zollernalbkreis, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, sei jetzt deutlich zugespitzter als in umliegenden Landkreisen. Bis dato sind elf Corona-Infizierte gemeldet. Bei den Erkrankten handelt es sich um Mitglieder derselben Reisegruppe aus Südtirol. Davon befinden sich derzeit zehn in häuslicher Absonderung. Ein Patient wird im Klinikum behandelt. Der Gesundheitszustand der Infizierten ist stabil. Das Gesundheitsamt hat die jeweiligen Kontaktpersonen ermittelt und informiert. Sie befinden sich ebenfalls in häuslicher Absonderung. „Das Verhalten der Betroffenen ist sehr kooperativ und vorbildlich“, so Dezernentin Dr. Wagner.

Empfehlung: Großveranstaltungen absagen

Thema des konstruktiven Austausches war ebenfalls die Empfehlung des Gesundheitsamtes, aufgrund der derzeitigen Infektionslage größere Veranstaltungen zunächst in den nächsten 14 Tagen abzusagen. Hierunter fallen insbesondere Veranstaltungen mit mehr als 75 Teilnehmenden. In Zweifelsfällen ist die Entscheidung abhängig vom Teilnehmerkreis (Alter der Teilnehmenden, Mitglieder von medizinischen Bereichen und Rettungsdiensten, mögliche spätere Identifizierbarkeit) zu treffen. „Dies dient als Vorsichtsmaßnahme. Wir werden die weitere Ausbreitung möglicherweise nicht verhindern, aber sehr wohl abbremsen können“, so Pauli.

Bürgertelefon zu Corona-Fragen

Das Landratsamt hat jetzt ein Bürgertelefon eingerichtet unter 07433/92-1111. Dieses ist wochentags von 9 bis 16 Uhr und am Wochenende zwischen 10 und 15 Uhr zu erreichen. Weitere Hotlines: Landesgesundheitsamt 0711/904-39555 oder Bundesministerium für Gesundheit 030/346 465 100.

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