Die Inzidenz im Landkreis Sigmaringen beträgt aktuell 55 Infizierte pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Der Nachbarlandkreis erlässt deshalb neue Einschränkungen für das Wochenende.
Außerdem meldet das Landratsamt Sigmaringen, dass 15 Beschäftigte des eigenen Hauses sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Sie sowie deren Kollegen, die als enge Kontaktpersonen eingestuft wurden, sind in Quarantäne.
Um welche Abteilung es sich handelt, möchte die Kreisbehörde aus Rücksicht auf die Betroffenen nicht benennen. „Der betroffene Bereich hat kaum Bürgerkontakt, so dass es unwahrscheinlich ist, dass sich Bürger angesteckt haben könnten“, erläutert Pressesprecher Tobias Kolbeck.

Lage im Nachbarlandkreis spitzt sich zu

Die Lage im Landkreis Sigmaringen spitzt sich generell weiter zu. Wurde am Montag nach langer Zeit gar kein positiver Coronatest im Kreis gemeldet, bestätigt das Gesundheitsamt am Mittwoch 28 neue Fälle. So viele wie seit Anfang April nicht mehr.
Am Donnerstag kamen 13 weitere dazu, so dass der Kreis als einer letzten Kreise im Land nun auch die kritische Inzidenzmarke von 50 übersprungen hat. 84 Personen sind aktuell infiziert.

Zollernalbkreis überschreitet 50er-Marke

Auch der Zollernalbkreis übersteigt die Inzidenz-Marke von 50 seit Donnerstag deutlich. Aktuell liegt die Inzidenz bei 60,2. 192 Personen sind derzeit mit SARS-CoV-2 infiziert.

Keine zusätzlichen Beschränkungen im Zollernalbkreis

Aufgrund der am Mittwoch bekannt gegebenen Maßnahmen des Bundes, die aber noch nicht rechtswirksam sind, wird der Landkreis zunächst keine zusätzliche Allgemeinverfügung mit Beschränkungen erlassen. Diese hätte ursprünglich am Sonntag, 1. November 2020, in Kraft treten sollen. Das teilt das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit.
„Wir erleben derzeit eine dynamische Entwicklung im Zollernalbkreis. In den letzten Tagen sind die Neuinfektionen – mit 38 Infektionen am Donnerstag – deutlich angestiegen. Wir appellieren weiterhin an die Bürgerinnen und Bürger die bekannten und gängigen Schutzmaßnahmen umzusetzen und einzuhalten“, so Sozial- und Rechtsdezernent Georg Link.

Lokale Einschränkungen sind drei Tage lang gültig

Im Landkreis Sigmaringen hat das Überschreiten der 50er-Marke jedoch rechtliche Folgen. Das Landratsamt hat eine Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr und ein Außenabgabeverbot von Alkohol angeordnet.
Die Allgemeinverfügung wird ab Freitag und nur bis Sonntag gelten. Ab Montag gelten „die weitaus restriktiveren Regeln, die die Kanzlerin mit den Länderchefs am Mittwoch beschlossen hatte“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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