Der Ansturm auf die beiden Corona-Einheiten – Schwerpunktambulanz und Testzentrum – in der Kreissporthalle der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen (Steinachstraße 19/1) hat seit dieser Woche wieder stark zugenommen. Dies hat jetzt das Landratsamt Zollernalbkreis mitgeteilt.

370 Tests am Montag und Dienstag

Gründe dafür sind freiwillige Tests für Beschäftigte in Schulen und Kindertageseinrichtungen, die durch die Bundesregierung veranlasst wurden, die steigende Zahl an Reiserückkehrern und vermehrt Menschen mit Erkältungssymptomen. Mit mehr als 220 Testungen am Montag, 17. August, und über 150 Testungen am Dienstag, 18. August, waren die Beschäftigten der Corona-Einheiten mehr als ausgelastet. „Die Anzahl an durchgeführten Tests liegt damit um ein Vielfaches höher als noch vor den Sommerferien“, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes.

Pauli bittet um Verständnis für Wartezeiten

„Das Coronavirus ist mit zunehmender Zahl an Reiserückkehrern wieder sehr präsent. Wir begrüßen, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger im Zollernalbkreis freiwillig testen lassen und damit zur Verhinderung eines erneuten Lockdowns beitragen.“ so Landrat Günther-Martin Pauli. „Es muss uns allen bewusst sein, dass hinter der Realisierung der Corona-Einheiten ein starkes regionales Netzwerk steht, das nicht selbstverständlich ist. Der durchgängige Betrieb der Corona-Schwerpunktambulanz seit Beginn der Corona-Lage ist ein zusätzliches Angebot und entlastet die niedergelassenen ärztlichen Kollegen, damit diese weiterhin die normalen Aufgaben des Praxisalltags bewältigen können.“ Es wird um Verständnis gebeten, wenn es unplanmäßig zu längeren Wartezeiten komme und nicht immer alles reibungslos verlaufe. Die organisatorischen Abläufe würden ständig überarbeitet und optimiert.

Personelle Verstärkung nötig

Dennoch, so Pauli, gebe es im Betrieb der Corona-Einheiten Grenzen, die insbesondere auf die fehlenden personellen Ressourcen zurückzuführen seien. „Als Landkreisverwaltung sorgen wir mit den Partnern der Corona-Einheiten für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz im Umgang mit dem Virus. Die Engpässe im Zusammenhang mit der Corona-Lage werden in regelmäßigen Abständen an die Bundesregierung zur Verbesserung der Abläufe gemeldet. Die Wartezeiten können allerdings nur mit mehr Personal verringert werden. Daher brauchen wir Medizinstudierende, medizinisches Fachpersonal und Pflegefachkräfte, die sich im Rahmen einer geringfügigen, kurzfristigen beziehungsweise befristeten Beschäftigung einbringen können“, erklärt Stefan Hermann, Leiter des neuen Amtes für Bevölkerungsschutz.
Medizinisches Fachpersonal, das sich für eine Tätigkeit in der Corona-Schwerpunktambulanz interessiert, kann sich bei Fragen zu den Tätigkeiten gerne an Dr. Daniel Urban und das Team der Corona Schwerpunktambulanz Zollernalb unter csa@zollernalbkreis.de wenden. Bei Fragen zur Beschäftigungsform steht die Landkreisverwaltung unter job@zollernalbkreis zur Verfügung.

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