Balingen/Meßkirch Bizerba schließt Werk in Mexiko

Balingen/Meßkirch / RIO 15.12.2012
Meßkirch statt Mexiko: Das Balinger Waagen-Unternehmen Bizerba zentralisiert die Schneidemaschinen-Produktion am deutschen Standort.

"Als international aufgestelltes Unternehmen mit schwäbischen Wurzeln bekennen wir uns klar zum Standort Deutschland", sagt Andreas Wilhelm Kraut, geschäftsführender Gesellschafter von Bizerba. Erhalt der Produkt-Qualität "als oberste Maxime" habe zu diesem Schritt veranlasst. Laut Bizerba-Sprecher Andreas Wegeleben "wird unser Werk in Mexiko komplett geschlossen". Betroffen von der Schließung Ende dieses Jahres seien "unter 100 Mitarbeiter". Ob dafür in Meßkirch, wo parallel zu Mexiko Schneidemaschinen gefertigt werden, neue Arbeitsplätze entstehen, konnte Wegeleben nicht sagen. Allerdings werde das Unternehmen in die Lage versetzt, "Investitionen in modernste Fertigungstechnologien tätigen zu können". Bizerba hat derzeit rund 3100 Mitarbeiter nun noch an Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, China sowie in den USA. Hauptsitz des Unternehmens bleibt aber Balingen. Erst vor wenigen Tagen wurde am Stammsitz der Traditionsfirma eine Ausbildungswerkstatt in Betrieb genommen, in der neben anderen technischen Berufen auch Mechatroniker ausgebildet werden können.