„Wir sind kein Museum“, erklärt Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe auf Nachfrage. Und ergänzt: „Ich begreife die Burg eher als eine größere Freizeiteinrichtung.“ Aus diesem Grund, und nach sonntäglicher Rücksprache mit dem Burgherren Georg Friedrich Prinz von Preußen, bleibe die Burg Hohenzollern weiterhin für Besucher geschlossen – bis zum 15. Juni.

Kein Burgerlebnis

„Kein Shuttlebus, der die Besucher nach oben bringt, keine Gastronomie, die sie bewirtet… aber mit Maske – wie soll das gehen“, fragt Anja Hoppe ihrerseits. Das sei doch kein „schönes Burgerlebnis“. Das aber wolle man den Gästen bieten.

Davon ausgehend, dass bei einer Öffnung der Burgtore „immer nur eine sehr begrenzte Anzahl von Gästen“ eingelassen werden darf, sieht die Burgverwalterin außerdem die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt – denn dafür müsste die Verwaltung Sicherheits- und Führungspersonal vorhalten, außerdem den Ticketschalter besetzen, Parkplatzordner abstellen…das rechne sich nicht.

Hinzu komme, dass die Burg Hohenzollern auch Personal aus den bekannten Risikogruppen sowie Mütter mit kleinen Kindern beschäftige. Da käme es zusätzlich zu Engpässen.

Putzen und renovieren

Kurzum: Die Burg Hohenzollern öffnet ihre Pforten erst wieder, wie schon im März angekündigt, am 15. Juni – dann hoffentlich ohne massive Einschränkungen. Bis dahin, sagt Anja Hoppe, werde weiter geputzt, saniert und renoviert: „Jeder ist bemüht, die Burg so schon wie möglich zu machen“, sagt Anja Hoppe. Zu den vielen Arbeiten, wozu auch das Polieren des Silbers und Porzellans gehört, zählt momentan außerdem die umfangreiche Pflege der Böden. „Die sind sonst nachts dran.“ In Zeiten wie diesen nun bei Tageslicht.

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