Seit fünf Jahren veröffentlicht die Burladingerin Angelika Daiber einen Fotokalender, dessen Erlös Straßenhunden in Rumänien zugute kommt.
Schon zu Beginn diesen Jahres wurde mit der Produktion für den 2021-Kalender begonnen. „Doch die geplanten Winter-Shootings wurden allesamt abgesagt – wegen Corona“, erklärt die Kalender-Initiatorin.

Corona bedroht Kalenderprojekt

Noch vor wenigen Wochen fehlten ihr ein Großteil der vierbeinigen Models und damit die Kalendermotive. Die Lage schien aussichtslos, eine rechtzeitige Fertigstellung des Kalenders rückte in weite Ferne.
Doch dann brachte Katrina Helmke aus Bitz den Stein ins Rollen: „Sie fragte mich, ob es wieder einen Kalender gibt und als ich ihr absagen musste, hat sie innerhalb von ein paar Tagen alle fehlenden Models zusammengetrommelt“, sagt Daiber, die stolz und überglücklich ist, dass es mit dem Kalender doch noch geklappt hat.
Nach shootingreichen Tagen für die beiden Fotografinnen Anna Gastel vom Studio RoccoLens und Nicole Pfister waren wenige Tage später alle Bilder im Kasten. Auch Nayla, die kleine Hündin von Katrina Helmke stand für den Kalender vor der Kamera.

Models mit Leidensgeschichten

Wie fast alle Hunde im Kalender stammt sie aus dem Tierschutz. Einige der Vierbeiner haben eine lange Leidensgeschichte hinter sich, ehe sie bei ihren Herrchen und Frauchen landeten.
So auch Nayla: Die Hündin wurde 2016 von Hundefängern in Rumänien mit zwei Welpen auf der Straße eingesammelt und in ein sogenanntes Shelter, eine Auffangstation, gebracht. Über die Pfotenengel Zollernalb kam sie nach Deutschland und wurde im Dezember 2017 an ihr jetziges zuhause vermittelt.
Beispiele wie Nayla gibt es im Kalender einige. Die Schicksale und Geschichten der Hunde werden auf einem beiliegenden Flyer erklärt. Auch Fotos aus dem früheren Leben der Vierbeiner, in teilweise schlimmem Zustand, sind darauf zu sehen.
Sie stehen in starkem Kontrast zu den fröhlich umhertollenden Hunden auf den Kalendermotiven und zeigen die positive Entwicklung der Hunde. Der Kalender soll nämlich auch dazu animieren, einem Vierbeiner aus dem Tierschutz eine zweite Chance zu geben.

Lokale Tierschutzvereine mit an Bord

„Die Tierschutzvereine haben mich beim Kalender tatkräftig unterstützt bei der Recherche zu den Geschichten der Hunde und ihre Archive nach alten Fotos durchwühlt“, erklärt Angelika Daiber.
„Es ist auch toll, dass so viele lokale Vereine dabei sind.“ Im 2021-Kalender sind unter anderem ehemalige Schützlinge der Albstädter Pfotenengel Zollernalb, der Polarhunde-Station in Gauselfingen und der Villa Hundebunt in Gruol zu sehen.
Der Erlös des Kalenders ist für das Projekt „Save the Dogs of Targu Jiu“ in Rumänien bestimmt. Der Verein Asociatia K9 Friends, der das Projekt betreut, leitet in Targu Jiu eine Auffangstation für Straßenhunde.
In den vergangenen Jahren ist durch den Kalenderverkauf bereits eine Spendensumme knapp 8800 Euro zusammengekommen. „Das Geld wird für laufende Kosten wie etwa Futter und Tierarzt dringend gebraucht“, erklärt Daiber.
Außerdem soll von den Spenden ein eigenes Grundstück für die Auffangstation finanziert werden: „Denn das Shelter musste schon mehrmals umziehen – und dann müssen die aufgenommenen Hunde zurück auf die Straße“.

Verkaufsstellen und Informationen

Vorverkaufsstellen sind bei Josera Hunde- und Katzennahrung in Burladingen, im Haarstüble Margrethausen, telefonisch bei Angelika Daiber unter 07475/953977. Nähere Infos gibt es auch auf der Facebookseite „Schnauze an Schnauze, Snout to Snout“.

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