Uwe Bauer, Geschäftsführer der Acura - vormals Sana-Klinik - sieht gute Zukunftschancen für sein Haus. Und dies nicht nur mit Blick auf die eventuell drohende Verkleinerung des Albstädter Zollernalb Klinikums, nein, seine Philosophie heißt viel mehr "klein, aber fein". Am besten zur Spitze zählend. Nach dieser Formel habe er auch zuvor seine Weißenfelser Klinik aufgestellt - und zwar in einem harten Wettbewerb mit dem benachbarten Naumburger Kreiskrankenhaus. 15 Jahr leitetet er es.

In Göttingen studierte er Betriebswirtschaft, seine berufliche Laufbahn führte ihn dann über die Krankenkassenverbände in das Klinikmanagement. Der 57-Jährige trennt gerne zwischen Management und Verwaltung. Letztere habe in diesem erbitterten Wettbewerb unter den Kliniken in der gesamten Republik kaum mehr eine Chance. Hier gelten knallharte Regeln - und vor allem Zahlen.

Uwe Bauer ist Manager. Das klingt aus jeder Silbe. Er fordert. Auch sich selbst. Sein Hauptwohnsitz ist Leipzig. Er pendelt wöchentlich. Pro Wegstrecke fünf bis acht Stunden Fahrzeit. Aber das Albstädter Haus sei für ihn und den Chef der Accumeda-Gruppe, Elmar Willebrand, eine Herausforderung. Könne doch auch ein 140 Betten-Haus wirtschaftlich sein. Dafür hätten sie beste Voraussetzungen vorgefunden: Die Truchtelfinger Klinik biete mit ihrem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung - immerhin Medizin auf Uniklinik-Niveau - eine bemerkenswerte Spitzenmedizin, ebenso einen guten Ruf als orthopädische und geriatrische Reha-Klinik.

Deshalb halten sie einerseits an dem von den Vorgängern, den Sana-Kliniken, eingeschlagenen Expansionskurs fest - so wird bis April 2016 auf dem neuen OP-Trakt ein weiterer, 800 Quadratmeter großer Pflegebereich entstehen. Auf fast acht Millionen Euro werden sich die Investitionen in diesen Neubau belaufen. Gleichzeitig scheut sich Uwe Bauer nicht, mit dem großen Mitbewerber, dem Zollernalb Klinikum, Synergien einzugehen. Im Labor, bei der Sterilisation und auch im Einkauf habe man sich zusammengefunden.

Er sehe nicht so sehr die Konkurrenzsituation, als vielmehr die notwendige Ergänzung in einer immer schwieriger werdenden Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.