Es war bei diesen Temperaturen ganz schön anstrengend“, lautete der Tenor der meisten bei der Albstadt-Challenge ins Ziel gekommenen Teilnehmer. Waren die Werte in den ersten Stunden noch ideal, kletterten sie schon um die Mittagszeit nahe an die 30 Grad.

415 Teilnehmer waren in aller Herrgottsfrühe auf dem Pfeffinger Sportgelände am Start, um ihre Utensilien, darunter das rote 2019er-Challenge-T-Shirt, abzuholen. Hefekranz und Kaffee standen zur Stärkung parat.

Was bewegt einen, hier mitzumachen?

Was bewegte die Teilnehmer den Lauf anzugehen? „Wir wollen unsere Grenzen austesten“, betonten Stephanie Schweizer aus Margrethausen und Sandra Fritz aus Ebingen. Sie waren ebenso erstmals dabei wie Jürgen und Christine Pfeffer aus Trillfingen. Christine Pfeffer zeigte sich zuversichtlich: „Mein Mann war krank und ist geheilt, gemeinsam haben wir die Zeit durchgestanden, und deshalb schaffen wir auch diese 60 Kilometer.“

Voller Elan waren die „Turboschnecken“ Regine Beck und Annette Erne aus Burgfelden sowie Diana Henne aus Ebingen. Bergauf seien sie zwar Schnecken, aber bergab würden sie nur noch überholen, meinten sie lachend vor dem Start. Holger Aßmann gab als Ziel vor, in unter zehn Stunden das Ziel zu erreichen.

Teilnehmer genießen einen tollen Sonnenaufgang

„Ich finde es eine super Sache, was der Förderverein aus einer Idee heraus 2015 auf die Füße gestellt hat“, meinte der Pfeffinger Ortsvorsteher Roland Merz. Pünktlich um 6 Uhr schickte er bei 16 Grad mit dem Startschuss das große Feld auf die lange Reise. Vom Start aus schlingelte sich ein langer, bunter Lindwurm wenige Minuten später das Zick-Zack-Wegle hoch Richtung Burgfelder Böllat. Dort genossen die meisten Teilnehmer den Blick Richtung Balingen sowie bei einem starken Wind einen herrlichen Sonnenaufgang.

Von Laufen aus war der Aufstieg zum Gräbelesberg eine weitere Herausforderung. Über die Hossinger Leiter erreichten die Teilnehmer dann bei der Festhalle in Lautlingen nach 18 Kilometern die erste Verpflegungsstation. Frisch gestärkt wurden an diesem heißen Tag die weiteren Aufstiege angegangen – der Mahlesfelsen und die steile Hukelturensteige gegenüber zum Galgenfelsen.

Ordentliche Verpflegung gehört natürlich dazu

Beim Ebinger Waldheim, der zweiten Verpflegungsstation, war die Hälfte zurückgelegt. Die nächste Teiletappe zum Hundshäusle war die längste, sie bot schöne Ausblicke auf Truchtelfingen und Tailfingen. Nach einer weiteren Stärkung waren auf Onstmettinger Gemarkung Hangender Stein, Backofenfelsen und Zellerhorn markante Stationen. Von der vierten Verpflegungsstation beim Lifthaus im Ruchtal führte die Schlussetappe vorbei am Zitterhof nach Pfeffingen.

Der Schnellste im Ziel: Pascal Brobeil

Nach fünf Stunden und 47 Minuten – die bisher schnellste Zeit bei der Albstadt-Challenge – kam Pascal Brobeil ins Ziel. Mit deutlichem Abstand folgte Mats Herl nach 6:37 Stunden vor Frank Keppner, der 7:16 Stunden benötigte. Schnellste Frau war Johanna Kreutzer (8:33 Stunden). Ingrid Schmid benötigte genau neun Stunden (Rang 15), acht Minuten nach ihr kam Anette Schober (19. Platz).

Bis 21 Uhr erreichten genau 295 Teilnehmer das Ziel in der Ortsmitte, wo der FC Pfeffingen sein Sommerfest abhielt. Auch in diesem Jahr gab es viel Lob und höchste Anerkennung für den ausrichtenden FCP-Förderverein für die Organisation und den Shuttle-Service mit insgesamt 35 Helfern.

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