Hechingen Totes Baby - Polizei sucht nach unbekannter Mutter

In einem Waldstück an der Landstraße zwischen Kaiseringen und Frohnstetten wurde am Montagvormittag ein totes Neugeborenes gefunden.
In einem Waldstück an der Landstraße zwischen Kaiseringen und Frohnstetten wurde am Montagvormittag ein totes Neugeborenes gefunden. © Foto: Benno Schlagenhauf
Hechingen / Benno Schlagenhauf (zak) und dpa 05.09.2018
In einem Waldstück an der Landstraße zwischen Kaiseringen und Frohnstetten wurde am Montagvormittag ein totes Neugeborenes gefunden. Die Umstände sind noch unklar.

Wie die Staatsanwaltschaft auf ZAK-Anfrage bestätigt, wurde am Montagvormittag gegen 11.15 Uhr die Leiche eines Säuglings gefunden. Der neugeborene Junge wurde in einem Waldstück nahe der Landstraße gegenüber des Gewerbegebiets von einem Zeugen bei Waldarbeiten entdeckt. Laut Staatsanwaltschaft soll er seit etwa einem Tag dort gelegen haben. Die genauen Umstände sind noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.

Obduktion am Mittwoch

Nach dem Fund geht die Polizei Hinweisen aus der Bevölkerung nach. „Bisher war allerdings noch keine wirklich heiße Spur dabei, wenngleich die Anteilnahme der Menschen groß ist“, sagte Polizeihauptkommissar Markus Sauter am Mittwoch. Zur Klärung der genauen Todesursache, Todeszeit und Alter des Säuglings wurde die für Dienstag angesetzte Obduktion auf Mittwoch verschoben. Erste Ergebnisse werden am Nachmittag erwartet. Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Landestraße 453 zwischen Kaiseringen und Frohnstetten gemacht haben oder eine Frau kennen, die bis vor kurzem noch schwanger war und nun ohne Kind ist, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat Sigmaringen unter der Telefonnummer 07571/104-0 zu melden.

Von Nachricht kalt erwischt worden

Der Stettener Bürgermeister Maik Lehn zeigte sich am Dienstag schockiert von den Ereignissen. „Das ist einfach unfassbar“, sagt er gegenüber der Schwäbischen Zeitung. „Wir sind von der Nachricht alle kalt erwischt worden und sehr erschrocken darüber.“ Lehn sagt, dass er gar keine Worte dafür fände. „Aus meiner Sicht ist das Ganze völlig unverständlich.“ Es gäbe, so Lehn, ja nicht zuletzt dank der Babyklappen genug Möglichkeiten, auch in scheinbar ausweglosen Situationen eine Lösung zu finden. Der Bürgermeister erfuhr am Dienstag von dem grausigen Fund in dem Waldstück. „Ich habe zwar am Montag die Polizei gesehen, das aber nicht weiter verfolgt.“

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