Beim Brand eines Mehrfamilienhauses am Freitagmorgen in der Beckengasse ist ein Bewohner zu Tode gekommen. Ein weiterer Bewohner wurde schwer und ein weiterer leicht verletzt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Waiblingen war das Feuer in einer Sozialwohnung im 2. Obergeschoss ausgebrochen. Aus der Sozialwohnung konnten sich zwei Männer in Sicherheit bringen, wobei ein 31 Jahre alte Mann schwere und ein 52 Jahre alte Mann leichte Verletzungen erlitt. Beide wurden vom Rettungsdienst und Notarzt versorgt und anschließend in das Krankenhaus eingeliefert.

Bewohner wird tot geborgen

Während den länger andauernden Löscharbeiten wurde von der Feuerwehr eine Person in der Sozialwohnung gefunden und konnte nur noch tot geborgen werden. Inzwischen ist bekannt, dass es sich um einen 62 Jahre alten Mann handelt, der ebenfalls in der Sozialwohnung untergebracht war.

In dem Haus waren darüber hinaus weitere 11 Personen gemeldet. Es handelt sich hierbei um mehrere Familien, darunter 2 Kleinkinder. Die Mehrzahl dieser Personen waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs zu Hause und mussten sich in Sicherheit bringen. Diese Personen und Ersthelfer, insgesamt 20 Personen, mussten vom DRK betreut werden, blieben aber unverletzt.

Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar

Die Nachlöscharbeiten der Feuerwehr dauern mit Stand 12.50 Uhr noch an. Das ältere Mehrfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar und ist einsturzgefährdet. Der Sachschaden wird auf mindestens 200.000 Euro beziffert.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung liegen nicht vor. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, umliegende Straßen mussten gesperrt werden. Der Feuerwehr gelang es durch das schnelle Eingreifen umliegende Wohnhäuser vor den Flammen zu schützen.

Neben der Feuerwehr Urbach waren die Feuerwehren Plüderhausen, Schorndorf, Welzheim und Fellbach, sowie der Kreisbrandmeister und sein Stellvertreter mit insgesamt 13 Fahrzeugen und 83 Einsatzkräften zur Brandbekämpfung vor Ort.

Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug, einem Rettungshubschrauber und einem Einsatzleiter im Einsatz. Weiter waren 16 Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes der DRK Ortsgruppen Urbach und Plüderhausen mit 6 Fahrzeugen im Einsatz.

Die Bürgermeisterin machte sich vor Ort ein Bild des Geschehens. Vertreter der Gemeindeverwaltung kümmern sich derzeit um die Unterbringung der Bewohner.

Die Polizei war mit 22 Beamten von Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Spurensicherung und der Pressestelle im Einsatz.

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