Der Auftritt der Schwäbisch Gmünder Stadträtin Cynthia Schneider zur Eröffnung der Landesgartenschau in Schorndorf sorgt auch knapp eine Woche danach noch für erregte Gemüter. Schneider, die für die Partei Die Linke im Stadtrat sitzt, war nur mit Unterhose bekleidet und einem Einhorn-Bodypainting aufgetreten und hatte im Netz dafür einen Shitstorm geerntet. Das vor allem deshalb, weil der Schwäbisch Gmünder OB Richard Arnold (CDU) sie geoutet hatte – wie Schneider behauptet entgegen einer Absprache.

Pressesprecher von OB Arnold: „Wir promoten keine linke Stadträtin“

Daraufhin hatte sich die scharfe Kritik gegen Schultes Arnold gerichtet. Der reagiert nun. Der Bild-Zeitung gegenüber ließ er verlauten: „Wir wollten den Trubel nicht auf diese Art auslösen.“ Und weiter lässt er sich in dem Bericht ein: „Wenn es dazu geführt hat, dass Frau Schneider als Stadträtin und als Person unter Druck gerät, dann tut mir das leid.“ Wie die Bild weiter berichtet, äußerte sich auch der Pressesprecher des OBs. „Frau Schneider ist ja für die Aktion nicht ausgesucht worden, weil sie Stadträtin ist, sondern weil sie Body-Paintin-Model ist. Wir promoten ja keine linke Stadträtin.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht die Einlage gelassen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stand neben dem halbnackten Einhorn und sieht die Einlage gelassen: „Der eine findet das humorvoll, der andere interessant, der nächste poppig, der übernächste blöd. Wir sind in einer freien Gesellschaft.“ Er selbst habe sich nicht mit der Stadträtin unterhalten. „Mit Einhörnern kann man nicht sprechen“, fügt Kretschmann mit einem Augenzwinkern hinzu.

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Stuttgart/Ulm