Nach dem öffentlichkeitswirksamen Auftritt der Gmünder Stadträtin Cynthia Schneider (Linke) bei der Eröffnung der Remstal-Gartenschau melden sich nun die Partei und die Fraktion der 37-Jährigen zu Wort.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Sebastian Fritz, und Ortsvorstandssprecher Alexander Relea-Linder erklären in einer Pressemitteilung, dass der Auftritt von Stadträtin Cynthia Schneider als Einhorn mit niemandem aus Partei und Fraktion abgesprochen war. Der Auftritt werde demnach als unglücklich betrachtet und bedauert.

Einhorn-Auftritt war nicht abgesprochen

Cynthia Schneider war bei der Eröffnung als Einhorn halbnackt verkleidet aufgetreten. Das Brisante: Wie beim Bodypainting üblich, trug Schneider nichts als einen Slip und Tape am Körper und war ansonsten nur mit aufgesprühter Farbe bedeckt.

Wie die Linke sowie Stadträtin Cynthia Schneider selbst bestätigen, sei ihr vom Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold zugesagt worden, dass der Auftritt inkognito erfolge. „Diese Vereinbarung wurde aber vom Oberbürgermeister offensichtlich nicht eingehalten“, schreibt die Linke in der Mitteilung. Er habe ohne Not bei erster Gelegenheit Namen und Funktion der Stadträtin der Linken genannt.

Nackt-Auftritt war inkognito geplant

Besonders stört sich die Partei am Satz „So sehen bei uns im Ostalbkreis Stadträtinnen aus“, den OB Arnold bei der Eröffnung geäußert haben soll. Der Ortsvorstand der Gmünder sieht in diesem Verhalten des Oberbürgermeisters ein weiteres Beispiel „für seinen offenbar unstillbaren Drang zur Selbstinszenierung“. Weiter wird OB Richard Arnold in der Mitteilung eine sexistische Inszenierung unterstellt.

Die Linke fordert OB Arnold zuletzt dazu auf, sich öffentlich zu entschuldigen.

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