Die gegenwärtige Fahrbahnbreite stellt ein großes Problem dar. Sie liegt bei etwa 5,20 Metern. Auf einem 400 Meter langen Teilstück der Landesstraße 1080 zwischen Frickenhofen und Eschach sind es sogar nur 5 Meter. Während eines Ortstermins konnte gestern die Bürgerinitiative „Sanierung L 1080“ nun das Problem eindrucksvoll belegen.

Forderung: Mindestens 6,50 Meter Straßenbreite

Im Beisein des CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Scheffold, der die Initiative unterstützt, war die Begegnung von zwei Linienbussen der Firmen Hofmann und Kolb zu beobachten. Busunternehmer Ulrich Hofmann gab die Breite seines Fahrzeugs mit 2,55 Metern an, wobei die Außenrückspiegel nicht eingerechnet sind. Es ist die maximal zulässige Breite von Omnibussen. Andreas Joos von der Firma Kolb wünscht sich deshalb eine Straßenbreite von mindestens 6,50 Metern, um eine problemlose Begegnung von Linienbussen oder Lastkraftwagen zu gewährleisten.

Immerhin gibt es an Wochentagen 42 Busfahrten, an denen solche Begegnungen stattfinden. „Dies stellt ganz erhebliche Gefahren für den Verkehr dar“, meinte auch Stefan Scheffold. Er freut sich dennoch, dass Verkehrsminister Winfried Hermann auf seine Initiative hin bereits im kommenden Frühjahr das Aufbringen des neuen Straßenbelags auf einer Gesamtlänge von 4,80 Kilometern vorgegeben hat.

Baudirektor Heiko Engelhard von der Außenstelle Ellwangen des Regierungspräsidiums Stuttgart konnte auf Anfrage den Beginn der Arbeiten jedoch noch nicht abschließend benennen, da gegenwärtig noch die genauen Planungen erstellt würden. Für die Bürgerinitiative ist die jetzt zugesagte Maßnahme jedoch nur ein Hinausschieben des eigentlichen Problems. Dies wurde allen Beteiligten beim Ortstermin schnell deutlich: Beim kurzfristigen Halt eines Linienbusses am Straßenrand zwischen Frickenhofen und Mittelbronn mussten zwei zufällig vorüberfahrende Holztransporter weit in das unbefestigte Bankett ausweichen, um überhaupt vorbeizukommen. Tiefe Rinnen im aufgeweichten Boden waren die „unausweichliche“ Folge.

Da die Linienbusse auch im Schülerverkehr eingesetzt sind, dürfte der tägliche Schulbesuch regelmäßig zu einem gefährlichen Abenteuer auf der Landesstraße werden. Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist dies auch für die Angehörigen besorgniserregend.

Fahrzeuge auf der Straße sollen neu gezählt werden

Ein besonderes Problem stellen moderne landwirtschaftliche Fahrzeuge dar. In früheren Jahren war ein Traktor mit Anhänger noch etwa 2,50 Meter breit. Inzwischen ist die höchstzulässige Breite für eine landwirtschaftliche Zugmaschine auf öffentlichen Straßen auf 3 Meter festgelegt. Michael Mulnar von der Bürgerinitiative hatte deshalb große Mühe, sein Fahrzeug mit Anhänger bei der Begegnung mit dem Linienbus vorbeizulenken.

Walter Hees, der unermüdliche Sprecher der Initiative, plant angesichts des unerwartet hohen Verkehrsaufkommens beim Ortstermin, demnächst eine weitere Verkehrszählung vorzunehmen. Der „Begegnungsversuch“ hatte innerhalb weniger Minuten bereits zu längeren Fahrzeugstaus geführt.

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