Gschwend/Eschach / Klaus Michael Oßwald  Uhr
Die Landesstraße 1080 zwischen Frickenhofen und Eschach wird ab dem 6. Mai saniert. Die Bürgerinitiative hofft auf eine baldige Fortsetzung bis Rotenhar.

Walter Hees und seine Mitstreiter in
der Bürgerinitiative „Sanierung L 1080“ freuen sich sehr über die offizielle Ankündigung des Regierungspräsidiums Stuttgart, am gestrigen Freitag über die Pressestelle der Behörde versandt: Die Arbeiten zur Sanierung der maroden Holperstrecke zwischen Frickenhofen und Eschach werden bereits in wenigen Tagen beginnen. Am Montag, 6. Mai, sollen der Ankündigung zufolge die Bautrupps anrücken.

Bankette befahrbar

Allerdings werden nicht alle Wünsche der Initiative erfüllt: Die relativ schmale Landesstraße wird nicht verbreitert. Der rund 5,7 Kilometer lange Streckenabschnitt ist durchschnittlich etwa 5,20 Meter breit, auf einem 400 Meter langen Abschnitt sind es sogar nur 5 Meter. Allerdings hat Walter Hees im Gespräch mit der Straßenbauverwaltung erfahren, dass die Bankette „an die neue Fahrbahn angeglichen“ würden und befahren werden könnten.

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Hees denkt an diesem für die Bürgerinitiative guten Tag nicht nur an den Erfolg der hartnäckigen Bemühungen, sondern auch an alle, die an diesem Prozess unterstützend mitgewirkt haben. Besonders danke die Initiative Landrat Klaus Pavel, dem CDU-­Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Scheffold und dem Leiter des Straßenbauamts Ellwangen, Baudirektor Heiko Engelhard, der sich bei sämtlichen Gesprächen „sehr kooperativ“ gezeigt habe.

Der Straßenabschnitt, der nun ab 6. Mai auf Vordermann gebracht werden soll, weist laut Regierungspräsidium „teilweise starke Verdrückungen und Risse“ auf, die beseitigt werden sollen. Außerdem steht die Erneuerung und Anpassung der Entwässerungseinrichtungen entlang der Straße auf der Agenda. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Land investiert dazu rund 900.000 Euro.

In vier Abschnitten

Wegen der geringen Fahrbahnbreite muss die Straße während der Bauarbeiten komplett gesperrt werden. Und damit die einzelnen Ortschaften „zu jeder Zeit erreichbar“ seien, werde abschnittsweise saniert, das Projekt in vier Teile gegliedert: Frickenhofen-Mittelbronn-Seifertshofen-Kemnaten-Eschach. Die Arbeiten im ersten Abschnitt von Frickenhofen bis Mittelbronn sollen laut Plan vom 6. bis etwa 17. Mai über die Bühne gehen.

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Eine „großräumige Umfahrung“ ist laut Regierungspräsidium während der gesamten Bauzeit eingerichtet und ausgeschildert: von Rotenhar aus über die Kreisstraße 2662 und Bundesstraße 19 über Sulzbach-Laufen nach Untergröningen und anschließend ab Untergröningen über die Landesstraße 1158 wieder nach Eschach.

Besuch beim Minister

In Kürze wollen nun Vertreter der Bürgerinitiative gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Scheffold Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) besuchen. Nicht nur um ihm zu danken, sondern auch um dafür zu plädieren, dass anschließend der Streckenabschnitt der Landesstraße 1080 von Frickenhofen nach Rotenhar ausgebaut wird.

Walter Hees erinnert in diesem Zusammenhang an eine deutliche Zusage, dass dieses Projekt im Jahr 2021 in Angriff genommen werden soll.

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