Bauernmarkt Buntes Treiben in grauem Nebel

Treffpunkt von Angebot und Nachfrage: der kleine Bauernmarkt in Mittelbronn.
Treffpunkt von Angebot und Nachfrage: der kleine Bauernmarkt in Mittelbronn. © Foto: Wolfgang Pfister
Gschwend / Wolfgang Pfister 02.11.2018
In Gschwend-Mittelbronn herrscht herbstlicher Hochbetrieb. Das Angebot der Direktvermarkter ist zwar klein, aber gut sortiert. Viele Kunden kommen und schätzen den Bauernmarkt. Das Dorfhaus wird zum heimeligen Marktcafé ...

Günter Horlacher war mit seinem Team schon um 6 Uhr vor Ort. Der 350 Kilogramm schwere Holzbackofen musste vom Anhänger geladen und angeheizt, der Stand aufgebaut werden. Nun wurden die Zutaten für die Salzkuchen geschnippelt, die später nach drei bis vier Minuten im heißen Backofen fertig sind.

Gegen 8 Uhr hat der feine Regen aufgehört. Der Vorplatz beim Mittelbronner Dorfheim verwandelt sich an diesem letzten Samstag im Monat, wie immer zwischen März und November, zu einem kleinen, aber gut sortierten Marktplatz. Schon vor dem offiziellen Marktbeginn um 9 Uhr stehen einige Kunden an den Verkaufsständen. Viele nehmen für den beliebten Mittelbronner            Bauernmarkt auch längere Anfahrten in Kauf.

Kein großes Gedränge wie in den Wochenmärkten umliegender Städte, alles ist übersichtlich. Und doch ist das so Angebot umfangreich, dass sich jeder Haushalt mit allem eindecken kann, was in der Küche benötigt wird. Zudem gibt es dekorative und praktische Dinge zu kaufen. Pauline Horlacher aus Laufen am Kocher hat ein größeres Sortiment Figuren aus Stoff und Wolle ausgestellt, die sie zusammen mit ihrer Enkelin Annemarie verkauft. „Gut gegen Rheuma in den Fingern“, meint sie zu ihren kleinen, recht filigranen Bastelarbeiten.

Auch Strickwaren werden feilgeboten, bei Temperaturen um 7 Grad eine gute Gelegenheit, sich mit einem neuen Schal für die kalte Jahreszeit auszurüsten. Wärme von innen heraus gibt es bei Erwin Hoppenlau, der den Besuchern gern ein Probiergläschen seiner selbst gebrannten Spezialitäten einschenkt.

Gemütliche Atmosphäre

Im Dorfhaus ist es auch äußerlich gemütlich warm, und die meisten der Plätze sind belegt. Viele der Besucher kennen sich, nehmen sich Zeit für ein Schwätzle und lassen sich das Angebot der Landfrauen Mittelbronn-Frickenhofen munden. Die selbst gebackenen Torten und Kuchen werden mit Genuss verspeist, und der heiße Kaffee wird auch von den Marktleuten gerne angenommen, die bei dem feucht-kalten Wetter an ihren Verkaufsständen arbeiten und sich hier eine Pause gönnen.

Info Der letzte Bauernmarkt des Jahres in Mittelbronn ist am 24. November. Dann geht es in die Winterpause.

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