Das Rathaus der Gemeinde Jagstzell wird umgebaut. Während der Bauarbeiten soll die Verwaltung in die Alte Schule umziehen. Das leer stehende Gebäude muss dazu für rund eine Million Euro umgebaut werden. Im Jagstzeller Gemeinderat wurden die aufwendigen und kostenintensiven Arbeiten erläutert.

In der Alten Schule soll zunächst ein weiterer großer Saal im Erdgeschoss eingerichtet werden, der in erster Linie als künftiger Sitzungssaal dienen soll. Christian Wagner vom Architekturbüro Wagner aus Fichtenau beschrieb die notwendigen Arbeiten. Sie umfassen den Ausbau der veralteten Toilettenanlage im Untergeschoss. Außerdem müssen die Decken im Untergeschoss entfernt und stattdessen muss eine Betondecke eingezogen werden. Die Kellerwände des Gebäudes müssen trockengelegt werden.

Die Elektro- und Sanitärinstallation muss im gesamten Unter- und Erdgeschoss neu installiert werden. Im Erdgeschoss wird ein barrierefreies WC mit einem Zugang von außen eingerichtet. Auf dieser Ebene werden auf die Fenster der Ost- und Südfassade Sonnenschutz-Rollos angebracht.

Eine Akustikdecke wird im Erdgeschoss zur besseren Dämmung aufgehängt. Als Bodenbelag wird ein Eichen-Fischgrätparkett auf dem Heizestrich aufgebracht. Die gusseisernen Stützen bleiben frei stehend erhalten. Die Türen des Treppenhauses zu den verschiedenen Stockwerken werden durch Brandschutztüren ersetzt. Zur Schaffung eines zweiten Rettungsweges wird eine außenliegende Fluchttreppe als Stahlkonstruktion an die Schule angebracht. Schließlich muss das Gebäude auch noch mit einer EDV-Anlage ausgestattet werden.

Bürgermeister Raimund Müller betonte, dass die für diesen Umbau notwendigen Fördermittel bereitgestellt werden können. Die Kosten für die Teilsanierung belaufen sich nach derzeitiger Kalkulation auf 997 000 Euro. Der Baubeginn ist für Mai 2019 vorgesehen. „Schon im November des kommenden Jahres ist die Fertigstellung geplant und dann auch der Einzug“, erklärte Christian Wagner.

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