Fichtenberg Zwei Meter Höhenunterschied

Fichtenberg / BRIGITTE HOFMANN 08.03.2014
Seit Jahren steht die Sanierung des Sportplatzes am Viechberg ganz oben auf der Wunschliste der Sportkameradschaft Fichtenberg. Wenn alles vollends klappt, dann könnte es bald schon losgehen.

Fichtenberg hat einen schönen, ebenen Sportplatz, der zudem von der Größe her der DIN-Norm entspricht. Er hat nur einen Fehler: Er sitzt zwischen Umgehungsstraße und Rot - und damit nicht am rechten Fleck. "Der Sportplatz am Viechberg ist unsere Heimat", stellte Micha Wagner klar. Als Mitglied des Bewirtungsteams begrüßte er die Gäste im Vereinsheim und warb sogleich für die Sanierung des Sportplatzes bei der Gemeindehalle. Er hob die Infrastruktur hervor, die Basis sei für solides Wirtschaften und ein lebendiges Vereinsleben. Das Plädoyer von Andreas Traub fiel ebenso eindeutig aus. Die Lage, das Flair, die Stimmung - es gebe keinen Verein, der so etwas bieten könne. Für die Sanierung möchte der Vorsitzende bei der Hauptversammlung am kommenden Freitag aber ein klares Votum haben.

Um Fragen vorab zu klären, wurde ein Informationsabend anberaumt. Das Vereinsheim war fast voll, was das Interesse am Verein unterstreicht. Es gab auch Fragen, aber hauptsächlich technische. SKF-Mitglied Philipp Feucht hatte den Sportplatz genau unter die Lupe genommen und den Ist-Zustand erklärt. In der Diagonale von Süd-West nach Nord-Ost weist das Spielfeld einen Höhenunterschied von 2,02 Meter auf. Ein Meter ließe sich raushandeln, so der Fachmann, wenn auf der einen Hälfte Erde abgetragen und auf der anderen aufgebracht werde. Da die Drainage erneuert werden muss, sind große Erdbewegungen notwendig.

Für die Beregnung ist eine Anlage mit drei Vollkreis- und zehn Teilkreisregnern vorgesehen. Desweiteren steht die Erneuerung der Zaunanlage auf dem Plan, um noch mehr Sicherheit gewährleisten zu können. Mit der Sanierung beauftragt wird die Firma Fleischhacker, allerdings wollen die Sportler viel in Eigenleistung erbringen.

Nachdem der Gemeinderat grünes Licht gab, Zuschüsse des Württembergischen Landessportbunds in Aussicht stehen und für den Notfall ein Bankkredit zugesagt ist, könnte das Projekt starten. Dank des Verhandlungsgeschicks von Bürgermeister Roland Miola sind gute Konditionen festgeschrieben. "Die Gesamtbruttokosten belaufen sich auf 166013,36 Euro", listete Andreas Traub auf. Davon stemmt die Gemeinde rund 80000 Euro, rund 45000 Euro kommen vom WLSB, den Rest will der Sportverein selbst beisteuern - durch Barmittel, Sportplatzaktionen, Veranstaltungen und natürlich durch Eigenleistung. Ins Auge gefasst ist auch, das 96 auf 58 Meter große Spielfeld in Quadratmeter aufzuteilen und diese zu verkaufen. Im Großprojekt Sportplatzsanierung sieht Andreas Traub auch eine große Chance, den Verein voran zu bringen und das Vereinsleben zu festigen.

Die Bauarbeiten könnten 2015 starten, Einweihung wäre im Juni/Juli 2016.

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