Gerabronn Zwei Container für 76 Flüchtlinge in Gerabronn

SEBU 23.07.2015
Der Gemeinderat Gerabronn hat den Neubau eines Flüchtlingswohnheims durch den Landkreis ohne Gegenstimme durchgewinkt. Errichtet werden sollen auf dem landkreiseigenen Gelände der Straßenmeisterei in der Haller Straße zunächst zwei Containerblöcke, die später aufgestockt werden könnten.

War zunächst von etwa 50 unterzubringenden Asylbewerbern die Rede gewesen, hat sich die Zahl inzwischen auf 76 erhöht. Ursprünglich war der Kreis von einer Wohnfläche von sieben Quadratmetern pro Flüchtling ausgegangen - so lautet die gesetzliche Vorgabe ab dem 1. Januar 2016. Jetzt hat das Landratsamt vorsorglich doch eine Belegung mit 4,5 Quadratmetern pro Person beantragt. Man geht wohl davon aus, dass dies aufgrund der aktuellen Not geduldet wird. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte diese Möglichkeit im großen HT-Interview nicht ausgeschlossen.

"Dem Landkreis steht das Wasser bis zum Hals", sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Schumm. Für die Stadt sei die Situation eine riesige Umstellung, aber es gebe keine Alternative. Kein Stadtrat widersprach. Markus Autenrieth bemerkte indes, dass bisher kein Büro in der Unterkunft vorgesehen sei. "Das ist ein Provisorium hoch drei", antwortete Schumm. "Dass es da am Anfang in allen Ecken und Winkeln knirschen wird, damit müssen wir rechnen."