Gerabronn Zusammenspiel der Wehr bewährt sich

Gerabronn / Birgit Trinkle 25.07.2018
Die Feuerwehr in Gerabronn spricht über das neues Einsatzkonzept und alte Fahrzeuge.

Stadtbrandmeister Matthias Trumpp hat den Gemeinderat über das Einsatz- und das Fahrzeugkonzept informiert:  Die Feuerwehr Gerabronn ist gut aufgestellt, aber mit einigen sehr alten Fahrzeugen unterwegs. Dass die einen sich bemühen, der Stadt Geld zu sparen, und die anderen um die Verdienste der Wehr wissen, zeigt sich an einer Wortmeldung von Holger Hänle (FWV) mit Blick auf das alte Fahrzeug der Abteilung Michelbach, das ab Herbst im Hauptort eingesetzt werden soll: „Ihr wollt wirklich mit dieser fast 50 Jahre alten Karre arbeiten?“

Die Abteilungen Amlishagen, Dünsbach und Michelbach haben eigene Fahrzeuge mit Tank und Atemschutz. Sie versorgen ihre Einsatzabschnitte und sind für Kleinbrände gut ausgerüstet. Zudem gibt es Spezialisierungen: Amlishagen hat als Sonderaufgabe die technische Hilfeleistung übernommen und verfügt über einen Rettungssatz. Dünsbach hat zusätzliche Atemschutzgeräte und ein Boot, Michelbachs Sonderaufgabe ist die Wasserförderung. Hier sind eine zweite Pumpe und der Einsatzdienst mit Schlauchwagen stationiert. In Gerabronn selbst werden mittelfristig die bestehenden drei durch zwei Fahrzeuge ersetzt:

Zwei Neue für die Stadt

Ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ist bereits genehmigt und auch der in die Jahre gekommene Gerabronner Schlauchwagen soll in zwei bis drei Jahren durch einen Gerätewagen Logistik mit Rollcontainersystem ersetzt werden. Damit können bei Unwettern eigenständige Module an mehreren Einsatzorten abgeladen werden. Weil die zwei Neuen bereits heute ihr zulässiges Höchstgewicht erreichen, wird das alte Michelbacher Fahrzeug übernommen, das noch in diesem Jahr ausrangiert wird. Der 17 Jahre alte Einsatzleitwagen und der Mannschaftstransportwagen, der immerhin auch schon seit 15 Jahren im Einsatz ist, sollen in den kommenden fünf Jahren ebenfalls ersetzt werden.

Hans Hacker (SPD) freute sich, dass die Abteilungen, in denen immerhin 60 Prozent der Einsatzkräfte engagiert sind, so gut zusammenarbeiten und dass mit den Sonderaufgaben der Teilorte auch ein Konzept gefunden wurde, das der ganzen Gerabronner Feuerwehr zugutekommt.

„In einer Nacht vor zwei Jahren gab es über 60 Einsatzstellen“, erinnerte Bürgermeister Christian Mauch daran, warum so viel Wert auf den Fuhrpark der Wehr und auf ein flächendeckendes Einsatzkonzept gelegt wird. Mauch und der Gemeinderat gleichermaßen dankten Trumpp und der Feuerwehr für ihren uneigennützigen Einsatz für die Gemeinschaft.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel