Schwäbisch Hall Zum Studieren in die Großstadt

Schwäbisch Hall / LUCIA BIGGEL 28.03.2012
In ganz Deutschland haben vergangene Woche Schüler in den Abiturprüfungen geschwitzt. Jetzt beginnt die große Freiheit - und die Zukunftsplanung. Lisa Fischer aus Gelbingen will zunächst einmal feiern.

Die Abiturprüfungswoche begann am Montag mit dem Fach Deutsch, am Dienstag folgte Mathematik, Englisch war am Mittwoch dran. Natürlich war die Aufregung auch unter den Schülern im Landkreis Hall sehr groß. Jetzt, da alle Schülerinnen und Schüler ihre Prüfungen mehr oder weniger gut gemeistert haben, stellt sich die Frage "Was kommt danach?" Erst einmal ausgiebig feiern und sich die Nächte um die Ohren schlagen oder schlafen und die freie Zeit zum Entspannen nutzen? Außerdem sollte bei der Euphorie über die abgelegte Reifeprüfung auch die Zukunftsplanung nicht zu kurz kommen. Denn Studienplätze sind rar und Universitäten überlastet - insbesondere durch den Doppeljahrgang, in dem die Schüler des acht- und des neunjährigen Gymnasiums gemeinsam das Abitur ablegen.

Stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, ein Jahr auszusetzen und beispielsweise ein freiwilliges, soziales Jahr zu machen?

"Ich werde zunächst einmal mit meinen Freunden nach München zum Feiern gehen", meint Lisa Fischer. Die 18-jährige Abiturientin besucht derzeit noch das Gymnasium bei St. Michael in Schwäbisch Hall.

Nachdem sie die für sie größte Hürde gleich am Montag genommen hatte, die Prüfung im Fach Deutsch, war Lisa überglücklich. Voller Vorfreude sehnte sie den Freitag herbei, ihren letzten Prüfungstag, an dem dann endlich alles vorbei war.

Am meisten freut sich die Gelbingerin jetzt darauf, "einfach mal nicht über Schule nachdenken zu müssen" - und natürlich auf den mehrtägigen Ausflug mit ihren Freunden in die bayerische Landeshauptstadt.

Lisa hat bereits eine konkrete Vorstellung, wie die nächsten Jahre laufen sollen. Im Rahmen eines dualen Studiums plant sie, Anfang Oktober nach Frankfurt am Main zu ziehen. Dort wird sie im Wechsel drei Monate die Berufsakademie besuchen und drei Monate bei einem Betrieb ihre Ausbildung machen.

Vor dem Umzug in die fremde Stadt scheut Lisa sich nicht. "Das ist kein unlösbares Problem", sagt die 18-Jährige. "Ich bin einfach nur froh, wenn ich mein Abi habe."