Wüstenrot Zufriedene Kinder, Lehrer und Eltern

BIF 29.08.2014
Nach zwei Jahren Gemeinschaftsschule wird in Wüstenrot Bilanz gezogen. Es wird von lernbereiten und selbstbewussten Schülern gesprochen.

Die Runde beweist, der Titel wird gelebt. Es ist nicht die Schulleitung, die die Pressekonferenz bestreitet. Schüler, Lehrer und Eltern schildern ebenfalls ihre Erfahrungen. "Es gibt nichts, was geändert werden müsste", sagt Volker Steidl, Elternvertreter der 5c, im Brustton der Überzeugung. "Bei uns ist der Druck zu Hause raus", kann Mutter Sabine Kühner nur Positives berichten. "Alle Schüler sind eine Niveaustufe vorangekommen", hat Lehrer Michael Feuchter beobachtet. Das hervorstechende Merkmal für die Schüler: Sie können ihr Tempo selbst bestimmen. "So langsam haben sich alle eingegroovt", meint ein Fünftklässler. Der aufgeweckte Elfjährige Nils ist der Einzige in der Runde, der ein Haar in der Suppe bemerkt. Manche Klassenkameraden hätten das System des selbstständigen Arbeitens falsch verstanden. "Sie haben im Schuljahr fast nix gemacht und beschweren sich jetzt, dass sie so Gas geben müssen." Sabine Kühner kann vergleichen. Tochter Johanna hat von der Realschule - "wo sie unglücklich war" - trotz guter Noten auf die Gemeinschaftsschule gewechselt. Das Kind habe sich sehr positiv entwickelt.