Michelbach Zisch: "Wenn die Eltern schwierig werden"

Die Mutter macht ein ernstes Gesicht, die Tochter scheint mit ihren Gedanken in einer anderen Welt zu sein. Typisch für die Zeit der Pubertät. Symbolfoto: Ute Grabowsky
Die Mutter macht ein ernstes Gesicht, die Tochter scheint mit ihren Gedanken in einer anderen Welt zu sein. Typisch für die Zeit der Pubertät. Symbolfoto: Ute Grabowsky
Michelbach / SWP 31.01.2014
Ein Thema, das alle Teenager kennen, hat sich die Klasse 8R des Evangelischen Schulzentrums Michelbach für das Zisch-Projekt ausgesucht. Diese Gedanken haben die Schüler zu Papier gebracht.

"Pubertät." Unsere Klassenlehrerin (Malgorzata Marschner, die Redaktion), mit einem Schmunzeln im Gesicht, sieht sehr zufrieden über ihren Vorschlag aus. Währenddessen fliegt schon wieder ein Papierkügelchen durch die Luft. Ein einstimmiges Stöhnen geht durch die allgemeine Unruhe der Klasse.

Der Vorschlag der Klassenlehrerin hat wohl nicht so viel Begeisterung ausgelöst. Die 8. Klasse aus dem Evangelischen Schulzentrum diskutiert gerade über das Thema, über das sie beim Projekt Zeitung in der Schule auch schreiben soll.

"Die 8. Klasse ist die schlimmste Klasse." Diesen Satz haben schon viele gesagt. Die Mädchen rollen verstohlen mit den Augen, wenn sie diesen Satz hören, doch irgendwie stimmt es auch. Wir alle sind total unkonzentriert und schreiben lieber Briefchen, als mit dem Rest der Klasse darüber zu diskutieren, wo die Leber sitzt.

Dazu gibt es zusätzlichen Leistungsstress zu Hause und auch in der Schule. "Mist! Schon wieder ne 6!" "Chill dein Leben!" "Halt die Klappe!" Solche Sätze gibt es am laufenden Band. Doch mittlerweile machen schlechte Noten nicht mehr so viel aus wie früher. Freunde werden wichtiger, Freizeit auch - und man hat keinen Bock zum Lernen.

"Ding Dang Dong", die Glocke beendet den Unterricht. Nur wenige Schüler verlassen das Schulgebäude mit einem Lächeln. Der Rest macht ein Gesicht, als würde er das ganze Leid der Erde auf Schultern tragen. Sie überlegen, wie sie ihren Eltern die schlechten Noten beibringen können. Mit einem schön gedeckten Frühstückstisch vielleicht? Lieber nicht, sonst wird bei dem Gezanke noch die Milch sauer.

Ein 13-jähriger Schüler erzählt, dass die Stimmung zu Hause sehr angespannt ist, wegen seiner nicht so guten Noten. Eine 13-jährige meint: "Bei uns gibt es höchstens wegen der Schule Streit." Doch eigentlich ist es doch so: "Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden!" Verfasser unbekannt, schreibt die Klasse zum Schluss.