Wann im sanierten Freibad in Unter­aspach gebadet werden kann, ist aus zwei Gründen unklar – und beide hängen mit Corona zusammen. „Wir wissen weder, ob die Bauarbeiten wie geplant ausgeführt werden können, noch, ob wir das Bad überhaupt öffnen dürfen“, erklärte Bürgermeister Martin Blessing den Ilshofener Gemeinderäten. Dennoch: Läuft alles glatt, ist mit einem Saisonstart im Sommer zu rechnen – oder mindestens mit einem ersten technischen Durchlauf. Denn fertig wird das Bad bis zu diesem Termin, darauf arbeiten alle hin. „Und dann eröffnen wir auch, wenn Corona das zulässt.

Schwäbisch Hall

Die Gemeinderäte entschlossen sich in ihrer jüngsten Sitzung für eine Folie in Weiß und nicht in Blau. Diese Folie wird den Beckenboden und einen Teil der Beckenwände bedecken. „Das ist leichter zu reinigen. Außerdem spiegelt das Wasser dann eher die Himmelsfarbe wider“, erklärte Blessing. Ein Nachteil einer Folie in Freibad-Blau: „Sie bleicht in der Sonne aus.“

„Anständige“ Zugangskontrolle mit Dauerkarten im Scheckkartenformat

Wie die Zugangskontrolle aussehen soll, ist jetzt auch klar – die Gemeinderäte entschieden sich bei einer Gegenstimme für das entsprechende System für 23.000 Euro. „Das ist zwar ziemlich viel Geld“, meinte Bürgermeister Blessing. Aber zur Sanierung gehöre auch eine „anständige“ Zugangskontrolle. „Die Zettelwirtschaft ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“

Das neue System beinhaltet Tageskarten aus Papier sowie Zehner- und Jahreskarten im Scheckkartenformat aus etwas festerem Material mit Magnetstreifen. Dazu gehören ein PC mit entsprechender Software, ein Drehkreuz, eine Kinderwagentür, eine Edelstahlsperre und ein technisches System, das die Eintrittskarten prüft und die Badegäste zählt. Dies ist wichtig, denn es dürfen immer nur 900 Gäste pro Tag ins Freibad gehen. „Für mehr ist das Bad nicht ausgelegt und für mehr haben wir auch keine Betriebsgenehmigung“, erklärte Bürgermeister Martin Blessing. Dies sei eine Sache der Wasser-Wiederaufbereitung. Deshalb sei es auch nicht nötig, die Badegäste zu zählen, die das Bad wieder verlassen. „900 pro Tag. Das ist der Fixpunkt. Mehr geht nicht.“

Gerabronn / Ellwangen

„Dann kann es also sein, dass ich heimgeschickt werde, wenn ich abends schwimmen gehen will?“, fragte Gemeinderätin Claudia Freimüller. Das sei wohl im schlimmsten Fall so, meinte Blessing. „Aber die 900 Gäste, das langt uns.“ In den vergangenen Jahren sei diese Marke so gut wie nie überschritten worden. Und ein volles Freibad, „das sollten wir uns eigentlich wünschen“, sagte Gemeinderätin Ursula Abel.