Mainhardt Zahlenwerk mit Augenmaß

Im Dezember 2012 sieht sich der Mainhardter Gemeinderat den Biologieraum der Helmut-Rau-Schule an. Er erkennt Investitionsbedarf. In diesem Jahr soll der Raum neu ausgestattet werden. Archivfoto: Jochen Korte
Im Dezember 2012 sieht sich der Mainhardter Gemeinderat den Biologieraum der Helmut-Rau-Schule an. Er erkennt Investitionsbedarf. In diesem Jahr soll der Raum neu ausgestattet werden. Archivfoto: Jochen Korte
GUSTAV DÖTTLING 15.03.2014
Ohne neue Kredite will die Gemeinde Mainhardt im Haushaltsjahr 2014 auskommen. Das Gesamtvolumen des Etats beträgt 14,8 Millionen Euro. Eine Anhebung der Hebesteuersätze ist nicht geplant.

Ein stabiler Anteil an der Einkommenssteuer, höhere Schlüsselzuweisungen vom Land, verlässliche Gewerbesteuereinnahmen und der Schuldenabbau prägen den Haushaltsplanentwurf der Gemeinde Mainhardt. Bürgermeister Damian Komor und Kämmerer Friedmar Wagenländer erläuterten dem Gemeinderat die wichtigsten Eckdaten des Gemeindehaushalts und des Wirtschaftsplans für den Eigenbetrieb Wasserversorgung.

Der Haushalt 2014 hat ein Gesamtvolumen von 14,8 Millionen Euro. Für den laufenden Betrieb sind im Verwaltungshaushalt 13,2 Millionen Euro veranschlagt, dies sind rund 89 Prozent des Gesamthaushalts. Im Vermögenshaushalt plant die Kommune Investitionen in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Das Volumen des Wirtschaftsplans für die Wasserversorgung beträgt 993500 Euro.

"Mit 1,4 Millionen Euro ist die Zuführungsrate des Verwaltungshaushalts zum Vermögenshaushalt so hoch wie zuletzt im Jahr 2008", verkündete der Bürgermeister. Auf der Einnahmeseite sei Mainhardt ganz entscheidend auf Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und Schlüsselzuweisungen angewiesen. Erfreulich sei der stabile und verlässliche Anteil an der Einkommenssteuer mit rund zwei Millionen Euro. 2,2 Millionen Euro, 334000 Euro mehr als 2013, werden durch die Schlüsselzuweisungen des Landes in die Gemeindekasse fließen. Durch die positive Entwicklung der Steuerkraftsumme erhöhen sich jedoch die Kreisumlage (1,8 Millionen Euro) an den Landkreis Hall und die Finanzausgleichsumlage an das Land (1,2 Millionen Euro).

Eine Anhebung der Steuerhebesätze sei nicht vorgesehen. Auch eine Kreditaufnahme hat der Kämmerer nicht geplant. Die Gemeindeschulden sollen um rund 225000 Euro abgebaut werden. 13 kleinere Investitionen zwischen 50000 und 140000 Euro stehen im Vermögensplan. Als wichtigste Maßnahmen bezeichnete der Schultes die Ausgaben für die Sanierung der Friedhöfe mit 140000 Euro, eine weitere Rate mit 100000 Euro für den Gemeindestraßenausbau "Schönblick" sowie 100000 Euro für den Gehwegausbau in Gailsbach. Weitere Vorhaben wie der Ausbau des schnellen Internets in Bubenorbis, die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr oder die Neuausstattung der Klassenzimmer der Helmut-Rau-Schule schlagen mit je 50000 Euro zu Buche.

Dieser Betrag ist auch als "Sparrate" für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Hütten eingeplant. "Mein Ziel ist es, weiterhin eine sparsame und nachhaltige Finanzpolitik zu betreiben und dabei brauche ich Sie an meiner Seite", appellierte der Bürgermeister an die Gemeinderäte. Sie sollen den Haushalt bis zur nächsten Sitzung eingehend prüfen und eventuell Vorschläge für Einsparungen machen. Der Haushalt soll in der Aprilsitzung beraten und beschlossen werden.