Mainhardt Young Voices, Zebrafinken und Projektchor führen Jugendmusical in Geißelhardt auf

Mainhardt / OLIVER FÄRBER 05.11.2014
"Coco Superstar" heißt das Musical, zu dem gleich drei Chöre in die Geißelhardter Helmuth-Heinzel-Halle einluden: Der Jugendchor Young Voices, der Kinderchor Zebrafinken und ein eigens gegründeter Projektchor.

So groß die Altersspanne der Akteure auf der Bühne - vom Kind bis zum erfahrenen Sänger - so groß ist auch die des Publikums. Ganz vorne direkt an der Bühne haben sich die kleinen Stopse ihre Plätze auf Bänken gesichert, dahinter dann die Erwachsenen auf den - knapp werdenden - Stühlen. Es ist eindeutig ein Familienmusical, das die drei Chöre auf die Bühne bringen: Vom kleinen Bruder bis zu den Großeltern sind alle gekommen. Und auch ein Baby heult zum richtigen Zeitpunkt - das Publikum lacht. Die Kleinen vor der Bühne stehlen, wenn sie zur Musik tanzen, fast den Akteuren auf der Bühne die Show.

Die befasst sich mit vielen Themen des Teenageralltags: Es geht sowohl in den Textpassagen als auch in den Chor- und Solistenliedern um Neid und Anerkennung, um Angeberei und Selbsteinschätzung, um das Untergehen in der Masse und Beliebtheit, um Oberflächliches und Persönliches, um erfüllbare und unerfüllte Träume, um Noten - und ob sie wirklich den Menschen dahinter ausmachen. Die jungen Solisten des Jugendchors Young Voices zeigen dabei sowohl ihr erstes schauspielerisches wie auch ihr sängerisches Können - und erhalten nach jeder Gesangseinlage viel Applaus vom begeisterten Publikum.

Die Rahmenhandlung: Ein Star soll in die Stadt kommen, für die Schüler soll es aber nur eine einzige Backstage-Karte geben, mit der ein Vertreter der Schule Coco treffen kann. Gleich sind die Unterschiede erkennbar: Die Mädchen wollen den Star persönlich kennen lernen, die Jungs eher dort hin, um die technische Ausrüstung der Sängerin kennen zu lernen - und die Sportler wollen Ernährungstipps.

Es bilden sich Gruppen: die Sportler, Naturwissenschaftler, Künstler und Sprachgenies - und eben die, die nie auffallen und nirgendwo dazugehören. Im Streit zwischen den einzelnen Gruppen, wer denn nun die besondere Karte erhält, zeigen sie aber ihre Kompetenz als Schlichter. Und dann sind da noch Schulleiterin und Lehrer, die ihre ganz eigene Vorstellung haben, wer denn schillerndes Vorbild der Schule sein sollte.

Als Publikumsliebling tut sich schnell die Hausmeisterin hervor, in deren Rolle Vanessa Steidl geschlüpft ist. Nicht nur, dass sie durch gesangliches Talent hervorsticht, ganz locker spielt sie auch ihre Rolle. Und vor allem sorgt die Hausmeisterin am Ende auch dafür, dass sich alle wieder vertragen. Denn sie bringt Coco allen nahe.