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Crailsheim
Obersontheim / Holger Ströbel  Uhr
Zur Kipperschau der Autohauskette Widmann strömen am Wochenende viele Lkw- und Jeep-Fans ins Schotterwerk Ummenhofen.

Der Begriff „Rush Hour“ bezeichnet in der englischen Sprache die Stoßzeit im Straßenverkehr. Rund um die Uhr rollten am Wochenende auch PS-starke Lastkraftwagen und brandneue Geländewagen-Modelle über das Betriebsgelände der Ernst Schneider Stein- und Schotterwerke GmbH in Obersontheim-Ummenhofen. „Das anspruchsvolle Gelände mit vielen Steigungen ist das ideale Terrain, um die neueste Lkw-Kipper-Generation und die Leistungsfähigkeit aktueller Geländewagen einem harten Praxis-Test zu unterziehen“, so Stefanie Mettmann. Das abschüssige Gelände an den Abbruchkanten forderte Material, Fahrer und Insassen gleichermaßen.

Die Marketingleiterin der Autohaus-Kette Widmann mit Hauptsitz in Aalen und ihr Organisationsteam hatten an diesem Wochenende alle Hände voll zu tun, um die große Anfrage an Probefahrten zu bewältigen. „Wir rechnen insgesamt mit 3000 Besuchern am Wochenende“, ergänzte Mettmann. In Baden-Württemberg ist der Mercedes-Spezialist an insgesamt 14 Standorten vertreten – unter anderem in Schwäbisch Hall, Crailsheim, Ellwangen und Künzelsau.

Schotter folgt auf Sand

Nach dem großen Erfolg der Kipperschau im vergangenen Jahr in einer Sandgrube im oberpfälzischen Weiden fand die Autohauskette Widmann mit dem Stein- und Schotterwerk in Ummenhofen einen würdigen Nachfolger. Der neue Standort kam beim fachkundigen Publikum gut an.

Wie groß der Andrang war, zeigte sich bereits bei der Parkplatzsuche. Vor allem am Samstag lockte das schöne Wetter kleine und große Lastkraftwagenfans in Scharen nach Ummenhofen. Permanent karrten Shuttle-Busse die Besucher von den Parkplätzen zum Schotterwerk.

Kaum Zeit zum Luftholen hatte das Organisationsteam speziell am Samstagnachmittag in dem weißen Zeltdach vor der provisorischen Festhalle. Wer klug war, sicherte sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung eine Akkreditierung für die Probefahrt mit einem orangefarbenen Unimog oder einem bis zu 40 Tonnen schweren Lkw-Kipper. Bereits kurz vor 14 Uhr waren keine Plätze mehr für eine ausgiebige Jeep-Safari frei. „Kommen Sie am besten am Sonntagmorgen früh vorbei und fragen sie noch einmal spontan nach“, so der Tipp des Veranstaltungsteams.

Ein Glückspilz hingegen war Bernd Koppenhöfer. Der Inhaber der gleichnamigen Baufirma in Mainhardt zählte schon am Freitag bei der inoffiziellen Eröffnung zu den geladenen Gästen. „Ich war sehr gespannt auf die Spritztour mit dem V-Achser und der Sattelzugmaschine“, plauderte er im Fachjargon.

Nicht alle zog es bei der Kipper-Schau in Ummenhofen auf die Piste. Nach Leckerem vom Grill bewirteten am Nachmittag die Sportfreunde Schwäbisch Hall die Besucher im Festzelt mit Kaffee und Kuchen.

Familie Kieninger aus Aalen dagegen schlenderte gemütlich über das Ausstellungsgelände, um sich über Produktneuheiten zu informieren. Tina Kieninger lächelte milde, als ihr Mann mitsamt Nachwuchs in ein modernes Lkw-Führerhaus einstiegen. „Mein Mann und mein Sohn sind eben technikbegeistert“, sagte sie lachend.

Gute Laune herrschte auch am Stand des Nutzfahrzeugherstellers Meiller. „Die Baubranche und das Transportwesen boomen“, bestätigte Hans-Georg Stein. Als Gebietsbeauftragter ist der Ulmer auch für den Raum Schwäbisch Hall zuständig. „Vor allem unsere Hydraulik-Kipper werden derzeit stark nachgefragt. Durch Großprojekte wie Stuttgart 21 muss im Ländle viel Schüttgut abtransportiert werden“, wusste Stein.

Viele Aufträge in Hohenlohe hat ebenfalls die PL Fahrzeugbau GmbH aus Schorndorf durch die Kooperation mit dem Autohaus Widmann in Hessental. Geschäftsführer Bernd Laukemann erläuterte den Besuchern, dass der Zeitaufwand für die Endmontage von Nutzfahrzeugaufbauten zwischen acht Tagen und zwei Monaten variiert. Ob Feuerwehrauto, Getränketransporter, Kühlfahrzeug oder Kipper. Die Zeit für den Aufbau hängt stark vom jeweiligen Nutzungszweck des Fahrzeugs ab.

Mercedes dominiert bei der Schau

Vor allem Nutzfahrzeuge mit dem berühmten Stern auf der Kühlerhaube dominierten bei der Schau. Auf der Fahrzeugausstellung wurden beispielsweise alle aktuellen „4MATIC-Modelle“ vorgestellt.  Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um einen Mercedes-Geländewagen auf dem abschüssigen Steinbruchgelände ausgiebig zu testen. asc