Ilshofen-Altenberg Wo "Mugga" sehr willkommen sind

Ilshofen-Altenberg / UTE SCHÄFER 23.07.2013
Das zweite Altenberger "Muggafescht" wartete am vergangenen Wochenende mit idyllischer Lage, mit Leckereien, gemütlichem Geplauder, vielen Gästen - und natürlich Fliegen ("Mugga") auf.

"Da sind sie ja endlich!": Das Festkomitee geht der Gruppe entgegen, die winkend hinter Altenberg den Berg hochkommt. "Das sind die aus Elzhausen." Die Elzhausener wohnen zwar in Luftlinie nur einen Katzensprung entfernt. Doch mit dem Auto wäre das eine kleine Weltreise. Deshalb wandert das komplette Dorf traditionell über den Grimmbach nach Altenberg, wenn es heißt: Es ist mal wieder "Muggafest".

Wobei es eine lange Wanderpause gab: Das Fest wurde eine Zeit lang nicht gefeiert. Es war entstanden in den 60er-Jahren, genau weiß das heute keiner mehr. Dann schlief die Festivität langsam ein, bis im Jahr 1996 zum letzten Mal gefeiert wurde.

"Schon damals hieß es überall inoffiziell Muggafäschd", erklärt Detlef Ziegler. Der Grund? "Na, hier gibts halt Mugga." Zwar sind die Ställe in Altenberg mittlerweile leer, doch die "Mugga" sind geblieben. Und das Fest ist wiedergekommen. "Beim Maibaumaufstellen haben wir immer geredet und habens irgendwann halt mal gemacht", berichtet Detlef Ziegler. Und zwar gleich ordentlich. Mit Verein (Ziegler ist der Vorsitzende), mit Logo und allem Drum und Dran. Immerhin 30 Mitglieder hat der Verein, bei geschätzten 45 Dorfbewohnern.

Ein Schuppen wurde gepflastert - das erste "Muggafescht" der neuen Zeit gabs im letzten Jahr, doch zur großen Enttäuschung der vielen Festbesucher blieben die "Mugga" aus. "Der Wind hat sie alle weggeblasen", sagt Detlef Ziegler. "Deshalb steht das Muggafeschd in diesem Jahr auch unter dem Motto ,Hoffentlich mit Mugga", erklärt Vereins-Schriftführer Uwe Breuninger. Und tatsächlich: Als die ersten Gäste mit Hallo über den Grimbach anmarschieren, als die ersten speziellen "Göggele" duftend aus der Fritteuse kommen, als die selbst gekochte Currywurst-Soße im Topf brodelt, als die ersten Rosenküchle duftend serviert werden (und der Strom wieder geht), da kommen auch die "Mugga" angeschwirrt.

Und dann geht die Sonne hinter den alten Bäumen unter, die idyllische Festwiese füllt sich und grad schön ists beim Muggafest. "Wir achten auf Kleinigkeiten", sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Achim Badmann: "Kerzen, Deko, keine laute Musik. Man soll sich ja unterhalten können." Und Detlef Ziegler ergänzt: "Wir machen das ja auch für die Dorfgemeinschaft."