Obersontheim / JÜRGEN STEGMAIER  Uhr
Der Ventilatoren-Hersteller WMB wächst seit Jahren. Die jungen Entwicklungen für Fahrtwindgebläse sowie Schienenfahrzeuge machen bereits die Hälfte des Umsatzes aus. Bald soll erweitert werden.

Das Familienunternehmen WMB fertigt Ventilatoren, die sich durch große Robustheit auszeichnen. Werner Finkbeiner gründete den Betrieb 1996 in einer Garage in Uttenhofen. 2001 zog das Unternehmen nach Obersontheim. Werner Finkbeiner führt den Betrieb weiterhin, seine Söhne Manuel und Benjamin sind in das Unternehmen eingestiegen. Das Firmenkürzel WMB steht für die Vornamen von Vater und Söhnen: Werner, Manuel und Benjamin.

Im Mai hat WMB eine Förderzusage des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz erhalten. Dieses unterstützt 7 Unternehmen aus Baden-Württemberg mit insgesamt 2,7 Millionen Euro. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum, die das Potenzial zur Technologieführerschaft haben. Die Förderlinie nennt sich "Spitze auf dem Land". Wie hoch die Förderung für WMB ausfallen wird, steht noch nicht fest. Diese ist abhängig vom Umfang der Investition, sie wird wohl um 20 Prozent betragen.

Es ist die Weiterentwicklung des Unternehmens, die WMB zu Investitionen in Gebäude und Maschinen veranlasst, nicht die Förderzusage, betont Manuel Finkbeiner.

Zusätzlich zu der Ventilatorentechnik, die häufig in Kraftwerken und der Trocknungstechnik zum Einsatz kommt, fasste WMB zuletzt auch Fuß in den Märkten der Schienenfahrzeuge sowie der Automobilindustrie. In Schienenfahrzeugen werden Ventilatoren benötigt, um beispielsweise die Motoren und andere Elektronikbauteile zu kühlen. Für die Automobilindustrie liefert WMB Fahrtwindgebläse. Mit diesen lassen sich unter anderem Fahrzyklen analysieren. Diese beiden neuen Bereiche tragen bereits rund 50 Prozent zum Umsatz bei.

Wann im Obersontheimer Gewerbegebiet, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Kärcher, erweitert wird, steht noch nicht fest. "In diesem Jahr rollen keine Bagger mehr", sagt Manuel Finkbeiner.

Erweiterungen sind aus unterschiedlichen Gründen notwendig. In einem Prüffeld, das wegen enormer Geräuschentwicklung nicht in der Fertigungshalle untergebracht sein sollte, werden Probeläufe für die Abnahme der Ventilatoren durch die Kunden gefahren. Außerdem dürfen aus Gründen des Korrosionsschutzes nicht in ein und derselben Halle herkömmliche Stähle und Edelstahl gelagert und verarbeitet werden.

Vor zweieinhalb Jahren beschäftigte WMB 26 Mitarbeiter, derzeit sind es 32 und im September kommen 3 Auszubildende dazu. Nachdem der Standort erweitert ist, soll am Firmensitz Platz für bis zu 48 Mitarbeiter sein.