Ein Brief des Ministerpräsidenten hat im Rathaus in Wildenstein in der vergangenen Woche für helle Freude gesorgt. "Ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu dürfen", steht darin geschrieben", dass Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann entschieden hat, dem Ortsteil Buckenweiler der Gemeinde Fichtenau in Anerkennung und Dank für das zivilgesellschaftliche Engagement zur Integration der anvertrauten Flüchtlinge, vor allem aber als kleine Unterstützung Ihrer Projekte zur Flüchtlingshilfe, eine Spende von 500 Euro zukommen zu lassen."

Dass Winfried Kretschmann an Weihnachten spendet, das hat gewissermaßen Tradition. "Das hat er von seinem Vorgänger übernommen", sagt Regierungssprecher Arne Braun. Insgesamt werden sechs Projekte der Flüchtlingsarbeit und kulturellen Einrichtungen mit zusammen 5000 Euro aus einem "Verfügungsfonds" bedacht. Fünf in Baden-Württemberg, eines im Ausland. Und warum gerade Buckenweiler? Braun spricht von "der anfänglichen Verunsicherung", die es im 123-Einwohner Ort mit 57 Flüchtlingen gab - und wie daraus in beispielhafter Weise "bürgerschaftliches Engagement" erwuchs, das sei ihnen in Stuttgart nicht entgangen.

500 Euro ist zwar kein Riesenbetrag, aber darum geht es nicht. "Wir sind sehr dankbar, dass es auch an höherer Stelle wahrgenommen wird, dass sich bei uns viele um die Betreuung und Unterstützung der Asylbewerber engagieren", sagt Fichtenaus Bürgermeister Martin Piott. Was mit dem Geld konkret passiert, ist noch nicht entschieden.