Energie Windrad ist vorerst auf Eis gelegt

So wie dieser Acker oberhalb von Ruppertshofen sieht eine Vorrangfläche für Windkraft aus. Das Genehmigungsverfahren für ein weiteres Windrad hat der Ilshofener Gemeinderat jetzt aber erst einmal auf Eis gelegt. Foto: Ute Schäfer
So wie dieser Acker oberhalb von Ruppertshofen sieht eine Vorrangfläche für Windkraft aus. Das Genehmigungsverfahren für ein weiteres Windrad hat der Ilshofener Gemeinderat jetzt aber erst einmal auf Eis gelegt. Foto: Ute Schäfer
Ruppertshofen / UTE SCHÄFER 22.01.2013
Windkraft - es vergeht keine Sitzung, an der dieses Thema nicht auf der Tagesordnung des Ilshofener Gemeinderats steht. Diesmal haben die Räte die Genehmigung eines Windrads allerdings zurückgestellt.

Auf den Höhen rund um Ruppertshofen windet es gewaltig. Deshalb ist dort auch eines der Windkraft-Sondergebiete der Gegend ausgewiesen. Ein Windrad dreht sich bereits, ein zweites steht in der Nähe, und zwei deutlich höhere Anlagen sind geplant. Weitere werden wohl folgen, wenn die Energiewende weiter so betrieben wird wie bisher.

Doch so schnell, wie die Investoren sich das wünschen, mahlen die Mühlen der Verwaltung nicht. Dem Anhörungsverfahren für die zwei großen Drei-Megawatt-Anlagen geht derzeit etwas die Puste aus. Die sogenannten "Träger öffentlicher Belange", Naturschutz oder Regierungspräsidium etwa, werden nämlich mit Anfragen von überall her überhäuft, "und so ein Gutachten dauert seine Zeit", weiß der Ilshofener Hauptamtsleiter Klaus Blümlein. "Deshalb haben die zuständigen Stellen bereits Fristverlängerung beantragt." Wann also über die Riesenräder bei Ruppertshofen entschieden werden kann, ist offen.

Das betrifft jetzt nicht nur die Windräder selbst, sondern das Vorranggebiet überhaupt. "Die Gutachten zum Artenschutz stehen ja noch aus", so Blümlein. Bevor aber nicht klar sei, wies auf den Ruppertshofener Höhen weitergehe, sollte nichts Neues geplant werden.

Das betrifft nun konkret die Anfrage eines Windradbetreibers, der dort oben ein drittes großes Windrad bauen will - und deshalb eine Voranfrage ans Landratsamt gestellt hat. Das hat nun die Anfrage nach Ilshofen weitergeleitet. Das Problem dieser Anlage - unabhängig von der noch nicht gesicherten Zukunft der Vorrangfläche: Das Rad steht noch nicht einmal auf ihr, sondern "nur" in unmittelbarer Nachbarschaft.

Doch das war im Ilshofener Rat nicht das Problem. Das Problem war: "Wir können es einfach noch nicht entscheiden", sagte Bürgermeister Roland Wurmthaler. Er schlug den Gemeinderäten deshalb vor, das Landratsamt zu bitten, den Antrag zurückzustellen. Die Gemeinderäte folgten dem einstimmig. Nun soll erst einmal abgewartet werden, was die Anhörung bringt. "Und dann sieht man weiter", sagte Wurmthaler.