Michelbach/Gaildorf Windkraftgegner scheitern

Wie auf dieser Grafik der Stadtwerke Schwäbisch Hall dargestellt, soll sich der Windpark Kohlenstraße einmal dem Betrachter präsentieren. Grafik: Stadtwerke
Wie auf dieser Grafik der Stadtwerke Schwäbisch Hall dargestellt, soll sich der Windpark Kohlenstraße einmal dem Betrachter präsentieren. Grafik: Stadtwerke
Michelbach/Gaildorf / KOR/RS 28.02.2015
Niederlage für die Gegner des "Windparks Kohlenstraße": Das Verwaltungsgericht bestätigt den Sofortvollzug der Genehmigung des Haller Landratsamts.

Das Landratsamt hatte den Stadtwerken Schwäbisch Hall am 23. Dezember 2014 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für Bau und Betrieb von sieben Windkraftanlagen - mit "Anordnung der sofortigen Vollziehung" erteilt. Gegen diese Entscheidung ist beim Landratsamt bislang von sieben Einwendern und der Gemeinde Michelbach Widerspruch erhoben worden, schreibt die Pressestelle der Behörde. Die Widerspruchsfrist ist nun zu Ende.

In einem Fall wurde parallel beim Verwaltungsgericht Stuttgart Antrag auf "Aufhebung der Anordnung der sofortigen Vollziehung" gestellt, um die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs wiederherzustellen. Mit Beschluss des Verwaltungsgerichts Stuttgart vom 20. Februar wurde dieser Antrag abgelehnt. Das Gericht stellt fest: Nach der (. . .) Überprüfung der Sach- und Rechtslage sei nicht ersichtlich, "dass die genehmigten Windkraftanlagen gegen Vorschriften verstoßen, auf deren Einhaltung die Antragstellerin einen Anspruch hat", zitiert das Landratsamt. Das Gericht teilt im übrigen die rechtlichen Bewertungen des Haller Landratsamts zu Fragen der Lärmbelästigungen einschließlich Infraschall und Schattenwurf.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall errichten sieben Windkraftanlagen des Typs Vestas V126 mit einer installierten Leistung von jeweils 3,3 Megawatt entlang der Kohlenstraße. Diese stehen verteilt auf den Gemarkungen von Michelbach/Bilz, Gaildorf und Obersontheim. Die eingesetzten Anlagen haben bei einer Nabenhöhe von 137 Metern und einen Rotordurchmesser von 126 Metern eine Gesamthöhe von 200 Metern. Die Inbetriebnahme der Windräder ist für den Spätherbst vorgesehen.