Rot am See Windkraft: So laufen die Untersuchungen

SWP 06.02.2013
Bei der Planung von Windkraftanlagen müssen die Auswirkungen auf Mensch und Natur berücksichtigt werden. Ein wichtiger Baustein bei der Planung sind arten- und naturschutzrechtliche Untersuchungen.

Martin Hofmann ist Diplom-Geoökologe. Er hat mehrere Jahre in der Naturschutzbehörde des Haller Landratsamts gearbeitet und führt arten- und naturschutzrechtliche Untersuchungen durch. In einem Vortrag für den Naturschutzbund (Nabu) Rot am See zeigt der Experte auf, was untersucht wird und wie das Verfahren in der Praxis abläuft. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Rot am See. Nach dem Vortrag gibt Ulrich Kreutle, Vorsitzender des Nabu Rot am See, in der Mitgliederversammlung einen Überblick über die Aktivitäten.

Bei der möglichen Nutzung der Windenergie nimmt Rot am See laut Nabu einen Spitzenplatz im Kreis Hall ein. Zwischen 110 und 150 Windkrafträder seien auf den bisher geplanten 770 Hektar Potenzialfläche theoretisch möglich. Auf der anderen Seite würden windkraftempfindliche Greifvögel wie Rot- und Schwarzmilan, Wespenbussard, Baumfalke oder auch Fledermäuse beobachtet. Für den Nabu sei es selbstverständlich, dass beim Bau von Windkraftanlagen, Stromleitungen und Zufahrtsstraßen die gesetzlichen Vorschriften gelten müssen.

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