Rot am See Windkraft-Pläne in Rot am See unverändert

Voraussichtlich acht Gebiete für Windräder wird der Gemeindeverwaltungsverband auf den Gemarkungen von Rot am See, Kirchberg und Wallhausen ausweisen. Konkret geplant sind derzeit acht Anlagen an der A 6 bei Kirchberg.
Voraussichtlich acht Gebiete für Windräder wird der Gemeindeverwaltungsverband auf den Gemarkungen von Rot am See, Kirchberg und Wallhausen ausweisen. Konkret geplant sind derzeit acht Anlagen an der A 6 bei Kirchberg. © Foto: Archiv
Rot am See / HARALD ZIGAN 19.05.2015
Rot am See schlägt dem Gemeindeverwaltungsverband Brettach/Jagst acht Areale für Windräder vor, die sich künftig auf den Gemarkungen von Rot am See, Kirchberg und Wallhausen drehen können.

Über drei Jahre lang hat sich auch das Gemeindeparlament von Rot am See intensiv damit beschäftigt, wo die Kraft des Windes in Strom umgewandelt werden kann - stets in enger Absprache mit den Nachbarn Kirchberg und Wallhausen.

Denn das kommunale Trio bildet den Gemeindeverwaltungsverband Brettach/Jagst, der das letzte Wort in Sachen Windkraft und den möglichen Standorten für die Rotoren hat. Den aufwendigen Feinschliff für die Pläne erledigte Jens Fuhrmann vom Kreisplanungsamt.

Im Jahr 2012 kamen auf den Gemarkungen der drei Kommunen noch Gebiete mit insgesamt 1445 Hektar für die Rotoren in Betracht. Aus vielerlei Gründen (wie zum Beispiel Artenschutz oder Bundeswehr-Tiefflugstrecken) blieben davon nur noch rund ein Drittel übrig: 445 Hektar auf acht Arealen.

Weil im Dezember 2014 vom Gemeindeverwaltungsverband nochmals Potenzialflächen gestrichen worden sind (zum Beispiel rund 150 Hektar im Drachenwald bei Wallhausen im Hinblick auf ein Hubschrauber-Tieffluggebiet sowie ein 36,1 Hektar großes Areal bei Weikersholz, wo sich ein Korridor für Zugvögel befindet) war aus rechtlichen Gründen eine zweite öffentliche Auslegung des "Teilflächennutzungsplanes Windenergie" notwendig, die nur den gestrichenen Flächen galt.

Aus der Sicht von Rot am See hat sich nichts an dem Planwerk für die Windkraft geändert: Das Kommunalparlament schlägt dem Gemeindeverwaltungsverband, dessen Mitglieder am morgigen Donnerstag tagen, nach wie vor acht Flächen für Windräder vor.

Dabei handelt es sich um zwei Gebiete auf der Gemarkung von Rot am See (die Fläche A mit 60,1 Hektar bei Hausen am Bach-Buch) sowie die Flächen G und F mit zusammen 58,2 Hektar links und rechts der Bundesstraße 290 nördlich von Brettenfeld. Mit Wallhausen teilt sich Rot am See das Gebiet E (26,8 Hektar) zwischen Musdorf und Limbach sowie die Fläche D (28,0 Hektar) zwischen Kühnhard und Michelbach/Lücke. Von 46,7 auf 29,6 Hektar verkleinert wurde die Fläche H bei Werdeck: Hierbei spielte der Artenschutz eine große Rolle.

Die weitaus größte Konzentrationsfläche bilden mit zusammen 253 Hektar die Gebiete L und M an der Autobahn 6 südlich von Kirchberg/Jagst.

 

Alle Details zu den Windkraft-Vorranggebieten auf den Gemarkungen von Rot am See, Kirchberg und Wallhausen zeigt eine Karte des Kreisplanungsamtes.

 
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