Trinkwasser Wieder Abkochgebot in Gerabronn und Umgebung

Woher die Keime im Gerabronner Trinkwasser kommen, kann bisher keiner sagen.
Woher die Keime im Gerabronner Trinkwasser kommen, kann bisher keiner sagen. © Foto: Oliver Berg / dpa
Gerabronn / Johannes Ihle 27.06.2018
Bei Wasserproben wurden erneut coliforme Keime gefunden. Diesmal trifft es das gesamte Stadtgebiet.

Erst kürzlich war ein Abkochgebot für das Trinkwasser in Teilen Gerabronns aufgehoben worden, seit gestern Nachmittag ist es wieder in Kraft – und betrifft diesmal noch mehr Menschen: Die Bewohner der gesamten Stadt Gerabronn, der meisten ihrer Teilorte sowie des Langenburger Teilorts Hürden und der Blaufeldener Teilorte Raboldshausen und Wittenweiler sind laut einer Pressemitteilung des Landratsamts angehalten, ihr Wasser vor Verwendung mindestens sechs Minuten zu kochen.

Der Grund: Bei Nachproben am Montag sind im schon kürzlich betroffenen Wasserturm sowie jetzt auch im Hochbehälter Gerabronn coliforme Keime festgestellt worden. Es seien keine anderen Bakterien als beim letzten Mal gefunden worden, teilt Marcus Bühler, stellvertretender Betriebsführer der Hohenloher Wasserversorgungsgruppe (HWG), mit.

Die betroffenen Bürger wurden wie bereits vor drei Wochen, als das Gesundheitsamt zum ersten Mal ein Abkochgebot ausgesprochen hatte, per Handzettel informiert. Zudem veröffentlichten am Dienstag sowohl die Stadtverwaltung Gerabronn als auch die HWG den Zettel auf ihren Internetseiten. „Mehr kann die Stadt im Moment nicht machen“, sagte Bürgermeister Christian Mauch. „Man muss abwarten, was jetzt bei den Untersuchungen der HWG herauskommt.“ Denn: Bisher ist weiterhin unklar, woher die coliformen Keime kommen.

„Es ist gleich mit der Desinfektion begonnen worden“, so HWG-Mitarbeiter Bühler. Das heißt: Erneut wurde und wird Chlor ins Trinkwasser eingespeist, um die Keime zu bekämpfen. In den kommenden Tagen sollen immer wieder Proben genommen und untersucht werden. Die Tests werden auf jeden Fall einige Tage in Anspruch nehmen.

Alle, die betroffen sind, werden dazu aufgerufen, sich an das Gebot zu halten. Für die Körperpflege kann das Leitungswasser nach wie vor genutzt werden. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht in den Mund kommt und geschluckt wird.

Hier muss das Wasser abgekocht werden

Laut Handzettel, der an die Haushalte verteilt wurde, sind folgende Orte betroffen: die gesamte Stadt Gerabronn, Rechenhausen, Oberweiler, Unterweiler, Michelbach/Heide, Kupferhof, Liebesdorf, Bügenstegen, Elpershofen, Binselberg, Brettachhöhe, Großforst, Kleinforst, Dünsbach, Morstein, Holderhof sowie Hubertushof. In der Gemeinde Blaufelden sollen die Bewohner von Raboldshausen, Wittenweiler-Wasen und Wittenweiler West ihr Wasser abkochen. In Langenburg ist Hürden betroffen. jole

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