Die Fußball-Saison 2019/2020 wird zum 30. Juni beendet. Das hat der außerordentliche Verbandstag des Württembergischen Fußballverbands (WFV) am Wochenende beschlossen. 264 von 278 Delegierten nahmen an der Abstimmung teil. Das Ergebnis fiel deutlich aus: 90,15 Prozent (238 Delegierte) votierten für den Abschluss der Saison zum Monatsende, knapp zehn Prozent (26 Delegierte) wollten, dass die Saison ab September weitergeführt wird – ähnlich wie in Bayern. Damit steht fest: Der jeweils Erstplatzierte wird mit einer Quotientenregel ermittelt und steigt auf, Absteiger gibt es nicht.

Nach den intensiven Beratungen der letzten Wochen zeigt sich WFV-Präsident Matthias Schöck in einer Pressemitteilung zufrieden: „Die Schwierigkeit bestand darin, unseren Vereinen einerseits so früh wie möglich Sicherheit über den weiteren Saisonverlauf zu geben, andererseits aber auch nicht vorschnell zu reagieren, sondern zunächst die Entwicklungen abzuwarten. Wir haben uns dabei die Zeit genommen, um die Beschlüsse so vorzubereiten, dass sie einer nachträglichen Überprüfung auch standhalten. Dass es keine Lösung gibt, die alle Beteiligten zufriedenstellen kann, war uns klar. Ich vertraue aber nun darauf, dass sich auch diejenigen mit der Entscheidung arrangieren können, die sich einen anderen Ausgang erhofft hatten. Diese hoffentlich einmalige Herausforderung zu meistern, hat unseren Vereinen und dem Verband viel abverlangt. Ab sofort richten wir aber den Blick nach vorne und wollen alles dafür tun, so bald wie möglich zur fußballerischen Normalität zurückzukehren.“

Ilshofen bleibt Oberligist

Im Fußballbezirk Hohenlohe werden somit folgende Mannschaften aus dem HT-Land in der Saison 2020/21 höherklassig aktiv sein: Der TSV Ilshofen geht weiter in der Oberliga an den Start. In der Verbandsliga gesellt sich der TSV Crailsheim zum FSV Hollenbach, der als Tabellenzweiter knapp den Sprung nach oben verpasst hat. In der Landesliga spielt die Spvgg Gröningen-Satteldorf gegen die weiteren Hohenloher Vertreter Sportfreunde Schwäbisch Hall, SG Sindringen/Ernsbach, TSG Öhringen, TSV Pfedelbach und Bezirksligameister TSV Obersontheim.

In der Bezirksliga werden gleich sechs Mannschaften aus dem HT-Land antreten: TSV Ilshofen II, TSV Dünsbach, Sportfreunde Leukershausen-Mariäkappel, SGM VfR Altenmünster/ESV Crailsheim sowie die Aufsteiger FC Matzenbach (Meister Kreisliga A2) und Spvgg Gammesfeld (A3).
Darüber hinaus hat der außerordentliche Verbandstag den WFV-Beirat dazu ermächtigt, zur gegebenen Zeit endgültig über den Spielmodus für das Spieljahr 2020/21 zu entscheiden. Insgesamt 232 Stimmberechtigte, das entspricht 87,22 Prozent, sind diesem Antrag gefolgt, dies bei 24 Gegenstimmen (9,02 Prozent) und zehn Enthaltungen (3,76 Prozent). „Nachdem im Moment nicht absehbar ist, wann ein regulärer Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, hat der Verbandsspielausschuss bereits mehrere Modelle erarbeitet, sodass dem Beirat konkrete Vorschläge unterbreitet werden können, die den jeweiligen Rahmenbedingungen gerecht werden“, teilt der WFV mit.

Sonderweg in Bayern

In Bayern geht der BFV – als einziger Landesverband – einen anderen Weg. Dort soll die Saison 2019/20 bis Mai 2021 ausgeweitet werden. Die Saison 2020/21 soll es nicht geben. Doch auch das sind Absichtserklärungen. Denn letztlich müssen die durch die Politik gesetzten Rahmenbedingungen stimmen, sodass wieder Wettkämpfe stattfinden können. Die Geisterspiele in den ersten drei Fußballligen Deutschlands sind genau das: Geisterspiele. Diese sind in anderen Sportarten oder auf den unteren Ligaebenen im Fußball nicht vorstellbar. Die Vereine sind auf die Einnahmen durch Eintrittsgeld und den Verkauf von Speisen und Getränken angewiesen.

Die Meister im Fußballbezirk Hohenlohe


Herren
Landesliga: TSV Crailsheim
Bezirksliga: TSV Obersontheim
Kreisliga A1: SGM SSV/Spfr. Schwäbisch Hall
Kreisliga A2: FC Matzenbach
Kreisliga A3: Spvgg Gammesfeld
Kreisliga B1: VfB Neuhütten
Kreisliga B2: TG Forchtenberg
Kreisliga B3: GSV Waldtann
Kreisliga B4: SV Sindelbachtal

Frauen
Regionenliga: Spvgg Gammesfeld
Bezirksliga: FC Creglingen
Kreisliga: SC Amrichshausen

Abmeldedatum 30. Juni bleibt bestehen


„In Folge der Entscheidungen des außerordentlichen Verbandstages werden nun noch weitere Beschlüsse, unter anderem zum Vereinswechselrecht und zu offenen Sperrstrafen, zu fassen sein“, teilt der WFV mit. Die entsprechenden Informationen gingen allen Mitgliedsvereinen zeitnah zu. „Bei der am 1. Juli 2020 beginnenden Wechselperiode und damit dem Abmeldedatum 30. Juni 2020 für Amateure wird es vor dem Hintergrund des Verbandstagsbeschlusses bleiben.“