Satteldorf Wettbewerb des Crailsheimer Film- und Videoclubs

Strahlende Gesichter bei der Preisverleihung: Filmclub-Vorsitzender Hubert Ullrich mit den anwesenden Preisträgern Gerd Kamer, Waldemar Jauch, Friedrich und Lydia Frisch sowie Petra Haase (von links).
Strahlende Gesichter bei der Preisverleihung: Filmclub-Vorsitzender Hubert Ullrich mit den anwesenden Preisträgern Gerd Kamer, Waldemar Jauch, Friedrich und Lydia Frisch sowie Petra Haase (von links). © Foto: Hartmut Volk
HARTMUT VOLK 12.11.2013
Auf großes Publikumsinteresse stieß der Filmabend des Filmclubs Crailsheim. Es wurden Kurzfilme gezeigt und prämiert. Den Publikumspreis, die goldene Kamera, gab es für Waldemar Jauch.

Rund 140 Gäste begrüßte der Filmclub-Vorsitzende Hubert Ullrich im Saal des "Golden Nugget". Zum großen Filmwettbewerb hatte der Club aufgerufen, sieben Beiträge von Mitgliedern waren eingegangen und wurden am Freitagabend uraufgeführt.

Zum Auftakt entführte der Streifen "Big Apple" von Petra Haase die Zuschauer zu bekannten New Yorker Sehenswürdigkeiten. Mit Techno-Musik unterlegte Lichterspiele von Leuchtreklamen am Times Square gaben einen lebendigen Eindruck vom pulsierenden Leben in der Metropole.

Ebenfalls in die USA ging es auf den "Touristic Railroads" von Gudrun und Horst Henßen. Das Gemeinschaftswerk des Ehepaars - sie filmt, er schneidet - zeigt verschiedene historische Eisenbahnen von South Carolina bis Washington und porträtiert atemberaubende Landschaften vom Zugfenster aus.

Ins "Reich der Mitte" war Gerd Kamer gereist. Zurückgekehrt ist er mit faszinierenden Aufnahmen zum "Gestern, heute und morgen" Chinas. Sein Film überzeugt durch den Kontrast in der Darstellung alter Traditionen und Kulturdenkmäler gegenüber dem modernen urbanen Lifestyle, effektvoll in Szene gesetzt mit Bildern futuristischer Lichtershows und farbenprächtiger Impressionen einer Musik-, Tanz- und Lasershow.

Ganz unspektakulär hingegen ging es beim "Seniorenhobby in Crailsheim" zu. Waldemar Jauch hat sich filmisch mit dem Themen Älterwerden und Altsein auseinandergesetzt. Mit abwechslungsreichen Perspektiven auf die verschiedenen Aktivitäten der Senioren-Hobby-Gruppen am ASG entwirft er einen Mut machenden Appell ans Aktivsein im Alter, gewürzt mit Humor durch Zitate der Senioren, und zum Nachdenken anregend mit besinnlichen Szenen aus der Crailsheimer Altstadt, in die der Autor Aphorismen und Lebensweisheiten zum Thema eingeschnitten hat.

Das "Wolkenspiel" auf der Insel La Palma hat Margita Krug mit Zeitrafferaufnahmen eingefangen. Wie Wasserströme lässt sie die Passatwolken um die Gipfel der Kanaren-Vulkane herumfließen und zeigt den Zauber der geheimnisvollen Nebelwälder in der bergigen Region darunter.

Der "Lotosgarten in Rothenburg" hat es Lydia und Friedrich Frisch angetan. In beschaulichen Bildern hat das Ehepaar das asiatische Flair des kleinen privaten Lustgartens mit seinen lauschigen Ecken festgehalten.

"Menscha in Hohenlohe" hat indes Bernd Krug mit der Kamera besucht. Er porträtiert Männer und Frauen, die in ihrem Umfeld etwas bewegen: Den Gastronom Peter Hinz, der einen Bahnhof im Kochertal zum "Radlerbahnhof" umgebaut hat, das Ehepaar Anne und Claus Reinmann, die Erforscher der Bartensteiner Stadtgeschichte, sowie die Kräuterpädagogin Waltraud Zink.

Während die fünfköpfige Jury mit Dianne Reichart, Otto Botsch, Walter Steinle und Erwin Ziegler unter Leitung von Rolf Böttcher sich zur Beratung zurückzog, hatte das Publikum Gelegenheit, über die Verleihung des Wanderpreises abzustimmen. Die begehrte goldene Kamera ging an Waldemar Jauch, der den Wanderpokal damit bereits zum 15. Mal mit nach Hause nehmen durfte. Auch von der Fachjury erhielt Jauch einen ersten Preis, ebenso wie Petra Haase, Gerd Kamer sowie Margita und Bernd Krug. Ein zweiter Preis ging an Lydia und Friedrich Frisch. Gudrun und Horst Henßen wurden mit einem dritten Preis bedacht.