Obersontheim Weiter im Traumberuf arbeiten

Siegfried Trittner will Chef im Rathaus bleiben. Archivfoto: Peter Lindau
Siegfried Trittner will Chef im Rathaus bleiben. Archivfoto: Peter Lindau
Obersontheim / JOCHEN KORTE 07.03.2014
Dass sich Siegfried Trittner um eine dritte Amtsperiode in Obersontheim bewerben würde, stand für ihn schon lange fest. "Auf jeden Fall" will er für weitere acht Jahre als Bürgermeister bleiben.

Sollte für Siegfried Trittner bei der Bürgermeisterwahl am 6. Juli alles nach Plan verlaufen, würde er seine dritte Amtszeit in der Bühlertalgemeinde antreten. Zuvor war er Bürgermeister in Bodnegg im Allgäu. Dann hatte es ihn 1998 seine Heimatgemeinde zurückgezogen.

Vor 16 Jahren herrschte in Obersontheim so etwas wie eine Ausnahmesituation. Der damalige Bürgermeister Detlef Klauck, so sagten es weiland viele Obersontheimer, habe im Prinzip seine Arbeit verweigert und sich kaum um die Gemeinde gekümmert. Um seine Pensionsansprüche zu sichern, hatte sich Klauck erneut beworben, aber erst gar keinen Wahlkampf geführt. Seine Pensionansprüche hatte er damit trotzdem gesichert. Der Landtag hatte deswegen das Besoldungsgesetz wenig später geändert.

Siegfried Trittner hatte sich bei der ersten Wahl gegen vier Mitbewerber mit gut 67 Prozent klar durchgesetzt. Die Wiederwahl 2006 war Formsache. "Die Verwaltung war 1998 voll auf dem Laufenden", lobt Trittner die Verwaltungsmitarbeiter. Die hätten die Arbeit gemacht, die Klauck "vernachlässigt" habe. An eine Sternstunde seiner Bürgermeisterzeit erinnert sich Trittner gern. Es ging im Jahr 2000 darum, die Firma Kärcher im Bühlertal zu halten. Mit 16 Eigentümern aus Obersontheim und dreien aus Bühlertann musste in kürzester Zeit Einigung über einen Grundstücksverkauf für das gemeinsame Gewerbegebiet Oberes Bühlertal erzielt werden. Das habe diplomatisches Geschick erfordert und sei zum Vorteil aller Beteiligten gelungen.

In den nächsten acht Jahren will sich Trittner um weitere Baugebiete, ein Pflegeheim für ältere Menschen und das Profil der Gemeinde im sozialen Bereich kümmern. Mit dem demografischen Faktor und dem Wegfall von Familienbanden gehe es darum, nachbarschaftliche Hilfe zu organisieren. Mit Blick auf die Schulentwicklung sei er mit den Nachbargemeinden in Kontakt.

Wie war die Reaktion der Gemeinderäte, als er kundgetan hatte, erneut als Bürgermeister antreten zu wollen? "Die hatten gar nichts anders erwartet", sagt Trittner. Ist es immer noch sein Traumberuf? "Auf jeden Fall", sagt er ohne zu zögern.

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